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Neufassung: Antrag der SPD-Fraktion: Erweiterung des Wochenmarktes auf der Lister Meile
Antrag
Der Rat der Landeshauptstadt Hannover beschließt:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, nach vorheriger Anhörung des Stadtbezirksrates Mitte eine Beschlussvorlage zur Änderung der Marktsatzung einschließlich ihrer Anlagen vorzulegen, durch die der bestehende Wochenmarkt auf der Lister Meile vom bisherigen Marktbereich bis zum Weißekreuzplatz erweitert wird. l
2. Gemeinsam mit der Beschlussvorlage ist ein Umsetzungs- und Vermarktungskonzept vorzulegen. Darin sind die für die Erweiterung erforderlichen Standflächen und organisatorischen Voraussetzungen darzustellen.
3. In dem Konzept ist zudem darzustellen, wie zusätzliche regionale Anbieterinnen und Anbieter, Direktvermarkter, Bio-Betriebe, gastronomische Angebote sowie Kunsthandwerksbetriebe unter Beachtung der geltenden rechtlichen Bestimmungen für den erweiterten Wochenmarkt gewonnen und eingebunden werden können.
4. Der erweiterte Wochenmarkt soll als Bestandteil der Innenstadt- und Quartiersbelebung gemeinsam mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren, insbesondere der Aktion Lister Meile e. V., entwickelt und vermarktet werden.
5. Gemeinsam mit der Hannover Marketing & Tourismus GmbH (HMTG) sowie weiteren Partnerinnen und Partnern ist ein Konzept zur überregionalen Vermarktung des Wochenmarktes auf der Lister Meile zu entwickeln.
6. Ergänzend ist ein Konzept für die Durchführung eines regelmäßigen Feierabendmarktes auf der Lister Meile als Pilotprojekt zu entwickeln. Dabei sind insbesondere regionale Anbieterinnen und Anbieter, örtliche gastronomische Betriebe und Gewerbetreibende sowie die Aktion Lister Meile e. V. einzubeziehen.
7. Die Umsetzung soll möglichst mit Abschluss der Umgestaltungsmaßnahmen zur Ausweitung der Fußgängerzone auf der Lister Meile erfolgen. Die Verwaltung berichtet den zuständigen Ratsgremien und dem Stadtbezirksrat Mitte über den Stand des Verfahrens.
Begründung
Der Wochenmarkt auf der Lister Meile ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens in der Oststadt und erfreut sich großer Beliebtheit bei Bürgerinnen und Bürgern.
Mit der Umgestaltung der Lister Meile und der Ausweitung der Fußgängerzone entstehen neue Möglichkeiten, den öffentlichen Raum attraktiver zu gestalten und die Aufenthaltsqualität nachhaltig zu stärken. Die Erweiterung des Wochenmarktes bis zum Weißekreuzplatz bietet die Chance, die gesamte Achse zwischen Hauptbahnhof und Lister Platz stärker zu beleben und als urbanen Begegnungs-, Einkaufs- und Aufenthaltsort weiterzuentwickeln.
Wochenmärkte leisten einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung, stärken regionale Wirtschaftskreisläufe und schaffen soziale Begegnungsräume. Gleichzeitig fördern sie die Attraktivität des öffentlichen Raums und unterstützen die lokale Gastronomie sowie den Einzelhandel durch zusätzliche Besucherströme.
Erfolgreiche Beispiele wie der Isemarkt in Hamburg zeigen, dass größere und zusammenhängende Marktflächen eine hohe Anziehungskraft entwickeln können und weit über die jeweiligen Stadtteile hinaus Besucherinnen und Besucher anziehen.
Darüber hinaus haben sich in zahlreichen Städten sogenannte Feierabendmärkte als erfolgreiches Format etabliert. Sie verbinden regionale Vermarktung, Gastronomie und kulturelle Angebote mit einer hohen Aufenthaltsqualität und schaffen zusätzliche Begegnungsorte im öffentlichen Raum. Ein solches Angebot könnte die Attraktivität der Lister Meile weiter stärken, neue Besuchergruppen ansprechen und die lokale Wirtschaft zusätzlich unterstützen.
Da die Standorte und räumlichen Grenzen der hannoverschen Wochenmärkte in der Marktsatzung und ihren Anlagen festgelegt sind, ist für die dauerhafte Erweiterung des Wochenmarktes auf der Lister Meile eine Änderung der Marktsatzung erforderlich. Über Satzungen und Satzungsänderungen entscheidet gemäß § 58 Abs. 1 Nr. 5 NKomVG ausschließlich der Rat. Der Stadtbezirksrat Mitte ist vor der Entscheidung nach den kommunalverfassungsrechtlichen Bestimmungen anzuhören.
Die Erweiterung des Wochenmarktes auf der Lister Meile stärkt die regionale Vermarktung, schafft zusätzliche wirtschaftliche Impulse und leistet einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Innenstadt. Die Einbindung der HMTG und die vorgesehene überregionale Vermarktung unterstreichen zugleich den gesamtstädtischen wirtschafts- und tourismuspolitischen Bezug. Der Antrag unterstützt damit die Ziele einer nachhaltigen Stadtentwicklung sowie einer lebendigen und attraktiven Stadtgesellschaft.
Kerstin Klebe-Politze/ Dr. Bala S. Ramani
Fraktionsvorsitzende