Antrag Nr. 1455/2023:
Dringlichkeitsantrag von Ratsherrn Böning (Die Hannoveraner): Ab sofort konsequent möglichen Gewaltexzessen und Belästigungen in öffentlichen Bädern entgegenwirken

Inhalt der Drucksache:

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Dringlichkeitsantrag von Ratsherrn Böning (Die Hannoveraner): Ab sofort konsequent möglichen Gewaltexzessen und Belästigungen in öffentlichen Bädern entgegenwirken

Antrag, zu beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, umgehend die Voraussetzungen für die folgenden Maßnahmen zu schaffen:

1. Ab sofort werden in den städtischen Freibädern beim Einlass Personenkontrollen inkl. Taschenkontrollen vorgenommen.

2. Die Besucherzahlen in den Freibädern müssen gesteuert und notfalls auch begrenzt werden können, bzw. Personen mit erkennbarem Gewaltpotenzial muss der Einlass in das Freibad konsequent verwehrt werden können.

3. Mitarbeiter von beauftragten Sicherheitsfirmen sollen ab sofort in den Freibädern patrouillieren, um bei aufkommenden Konflikten/Schlägereien und sexuellen Übergriffen umgehend und mit entsprechenden Kompetenzen ausgestattet, einschreiten zu können.

4. Ab sofort soll in sämtlichen städtischen Freibädern ein striktes Verbot von Messern und Glasflaschen gelten. (Dazu gehört auch, dass auf dem Gelände keine Getränke in Glasflaschen mehr verkauft werden).

5. Ebenfalls soll ab sofort ein striktes Alkoholverbot in den Bädern gelten. Um das Gewalt- und Aggressionspotential zu mindern, wird alkoholisiert wirkenden Personen konsequent der Einlass verwehrt.

6. Personen, die in grober Weise gegen die Bäderordnung verstoßen, sowie Personen, die sich auf dem Gelände des (Frei)bades aggressiv verhalten, andere Badegäste "anpöbeln" oder gar weibliche Badegäste mit Worten oder Taten sexuell belästigen, erhalten ein dauerhaftes Hausverbot in allen städtischen Frei/ und Hallenbädern.

Begründung

Die Berichterstattung der letzten Tage in der überregionalen Presse über Gewaltexzesse und Belästigungen in Freibädern anderer Großstädte zeigt, dass die Hemmschwelle, auch gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Freibädern, massiv sinkt.

Nicht nur Rainer Wendt, der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, forderte im letzten Jahr schon schärfere Kontrollen: Die Täter seien (Zitat Herr Wendt!) „junge Männer, nicht alle, aber die meisten mit einem Migrationshintergrund".

Und selbst die CDU stellte schon fest (Zitat): „Hier hat die Integration komplett versagt."

Die Problematik ist wahrlich nicht neu:


2019 beklagten sich Mitarbeiter der städtischen Freibäder in Hannover gegenüber der HAZ über „respektlose uns aggressive Badegäste", welche den Mitarbeitern „auf der Nase herumtanzen" würden.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien diesen Badegästen häufig hilflos ausgeliefert und könnten der Lage dann nicht Herr werden.

Mittlerweile ist Juni 2023!


Die Situation hat sich leider in keinster Weise verbessert; sondern gravierend verschlimmert:
Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Schwimmmeister, Peter Harzheim, prangerte in einem Interview des RND vom 22.06.23 die zunehmende Gewalt in öffentlichen Schwimmbädern an.
In Berlin-Neukölln am Columbiadamm musste kürzlich sogar das Freibad von der Polizei geräumt werden!
Die Gewaltentwicklung sieht er mit Sorge, besonders gegenüber weiblichem Personal.

Hier der vollständige Artikel mit dem Interview:


https://www.rnd.de/politik/gewalt-im-freibad-bademeister-chef-macht-clans-fuer-eskalationen-verantwortlich-O4JV6XAYORGPBFJ32NH2KDJRJY.html

Mittlerweile wagt es sogar die CDU, die Täter beim Namen zu nennen:


https://m.bild.deipolitiVinlandipolitik-inland/cdu-frauen-rechnen-mit-migrationspolitik-ab-wir-spueren-es-in-den-innenstaedten-
84414290.bildMobile.html?t ref=https%3A%2F%2Fwww.bild.de%2Fpolitik%2Finland%2Fpolitik-inland%2Fcdu-frauen-rechnen-mit-migrationspolitik-ab-wir-spueren-es-in-den-innenstaedten-84414290.bild.html
(Im Klartext: Die gleichen Aussagen, für die wir HANNOVERANER jahrelang scharf kritisiert wurden, kommen nun auch von der CDU!! Diese Tatsache darf gerne die eine oder andere Partei zum Nachdenken anregen!)

Alleroberstes Gebot muss nun dringender denn je endlich der Schutz und die Sicherheit der friedlichen, unbeteiligten Badegäste und auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bäder sein!

Um diesen unbedingt zu gewährleisten, sind unserer Meinung nach in letzter Konsequenz auch drastische Sicherheitsmaßnahmen wie oben erwähnt gerechtfertigt.

Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich in den städtischen Freibädern Ruhe, Erholung und Spaß.

Um das Sicherheitsgefühl der Badegäste zu erhöhen und auch um jederzeit die tatsächliche Sicherheit zu gewährleisten, sollten unabhängig von den sicherlich nicht geringen Kosten entsprechend externe Sicherheitskräfte an allen Tagen - nicht nur an den Wochenenden - eingesetzt werden, welche dann konsequent für die Umsetzung der o.g. Maßnahmen sorgen.

Und schließlich:


Bis jetzt hatten wir in Hannover lediglich "Glück", dass es in unseren Freibädern in diesem Sommer noch nicht zu solchen (Gewalt)exzessen wie in Berlin und in mehreren anderen deutschen Großstädten gekommen ist!
Leider ist damit zu rechnen, dass Hannover diesbezüglich nicht "verschont" bleiben wird.

Jens Böning


unabhängige Wählergemeinschaft
DIE HANNOVERANER