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Schulen, Sanierungsmaßnahmen
Sanierung der Grundschule Stammestraße
Antrag,
1. der Haushaltsunterlage Bau gem. § 10 GemHVO zur Sanierung der Grundschule Stammestraße in Höhe von insgesamt
3.900.000 €
sowie
2. der Mittelfreigabe in Höhe von
1.600.000 € und
3. dem sofortigen Baubeginn
zuzustimmen.
Finanzierung
Mittel stehen im Vermögensplan des Fachbereiches Gebäudemanagement im Wirtschaftsjahr 2009 zur Verfügung:
Position 2SB.08-01 (Schulen, Sanierungsmaßnahmen) in Höhe von 1.600.000 €.
Die Fortführung der Maßnahme erfolgt in den Jahren 2010 mit 1.300.000 € und 2011 mit 1.000.000 € aus der Position 2SB.08-01 (Schulen, Sanierungsmaßnahmen) im Wirtschaftsplan des Fachbereiches Gebäudemanagement.
Berücksichtigung von Gender-Aspekten
Der in dieser Drucksache dargestellte Vorgang ist im Wesentlichen finanzieller Art und nicht geschlechterspezifisch zu betrachten.
Kostentabelle
Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen:
| Investitionen | in € | bei HMK (Deckungsring)/ Wipl-Position | Verwaltungs- haushalt; auchInvestitions- folgekosten | in € p.a. | bei HMK (Deckungsring)/ Wipl-Position |
|---|
| Einnahmen | Einnahmen |
|---|
| Finanzierungsanteile von Dritten | | | Betriebseinnahmen | | |
| sonstige Einnahmen | | | Finanzeinnahmen von Dritten | | |
| Einnahmen insgesamt | €0.00 | | Einnahmen insgesamt | €0.00 | |
| Ausgaben | Ausgaben |
|---|
| Erwerbsaufwand | | | Personalausgaben | | |
| Hoch-, Tiefbau bzw. Sanierung | €3,900,000.00 | 2SB.08-01 | Sachausgaben | €253,500.00 | 2100.000-535000 |
| Einrichtungsaufwand | | | Zuwendungen | | |
| Investitionszuschuss an Dritte | | | Kalkulatorische Kosten | | |
| Ausgaben insgesamt | €3,900,000.00 | | Ausgaben insgesamt | €253,500.00 | |
| Finanzierungssaldo | -€3,900,000.00 | | Überschuss / Zuschuss | -€253,500.00 | |
Kosten
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen 3.900.000 € (einschließlich Honorare und Auslagerungskosten).
Für diese jetzt beantragte Sanierung ergibt sich eine Investitionssumme von 1.360 €/ m² Nettogrundfläche (Turnhalle + Hauptgebäude) inkl. der umfangreichen
Ertüchtigung / Neuerstellung der Dachkonstruktionen.
Weiteres ist der als Anlage 2 beigefügten Kurzfassung der Kostenberechung zu entnehmen.
Begründung des Antrages
Allgemeines
Mit Beschluss der Drucksache 15-0202/2008 hatte die Verwaltung aufgrund des akuten Handlungsbedarfs den Auftrag für die kurzfristige Schwammsanierung und konstruktive Sicherung des Daches der Grundschule Stammestraße erhalten
(Kostenvolumen 591.000 €). Diese Maßnahmen wurden zwischenzeitlich durchgeführt.
Um den Schulbetrieb dauerhaft zu sichern, ist die Sanierung des gesamten Gebäudes erforderlich. Ziel der Gebäudesanierung ist die nachhaltige Instandsetzung des Schulgebäudes und der Sporthalle: Die Wiederherstellung in einen gebrauchsfähigen
Zustand nach heutigen energetischen Anforderungen und die Umsetzung weiterer Maßnahmen, vor allem die Berücksichtigung von Sicherheitsanforderungen (Feuerwehr, Gemeindeunfallversicherungsverband/GUV).
Ganztagsschulanforderungen sind nicht Bestandteil dieser Maßnahme.
Schulentwicklung
Die Entwicklung der Schülerzahlen am Standort Grundschule Stammestraße ist in den vergangenen Jahren relativ konstant in einem Größenbereich von 3 – 3,5 Zügen verlaufen.
Zurzeit werden in der Grundschule Stammestraße insgesamt 254 Schülerinnen und Schüler in 12 Klassen betreut.
Nach den derzeitigen Prognosen zur Einwohnerentwicklung ist für die kommenden Jahre mit einem leichten Anstieg der Schülerzahlen im Einzugsbereich der GS Stammestraße zu rechnen, so dass dieser Standort auch langfristig zur Schulversorgung im Stadtbezirk Ricklingen benötigt wird.
Terminplanung
Da die erforderlichen Auslagerungs- und Sicherungsmaßnahmen bereits im Rahmen der Schwammsanierung erfolgten, ist der Baubeginn kurzfristig möglich. Die vorbereitenden Maßnahmen, wie Ausführungs-, Detail- und Werkplanung, Ausschreibungen und erste Auftragsvergaben, sollen noch im Sommer 2009 erfolgen. Die Umsetzung der Baumaßnahme ist abschnittsweise im Zeitraum ab Sommerferien 2009 bis Ende der Herbstferien in 2011 vorgesehen.
Auslagerung
Große Teile des Daches waren von Hausschwamm befallen und in einigen Teilen statisch in einem nicht mehr vertretbaren Zustand. Aus diesem Grund wurden die Räume unterhalb des am schwersten betroffenen Dachteils aus Sicherheitsgründen sofort außer Betrieb genommen und die dort befindlichen Nutzungen in mobile Raumeinheiten auf dem Schulgelände ausgelagert. Durch die Auslagerung konnte der Dachstuhl gefahrlos demontiert und neu aufgebaut werden. Die somit frei gewordene Gebäudehälfte soll nun zuerst saniert werden. Hierbei werden auch die Rettungswege ertüchtigt, ohne die ein Wiedereinzug nicht möglich ist. Nach Fertigstellung des ersten Abschnitts können die noch verbliebenen Klassen der zweiten Gebäudehälfte in den sanierten Teil umziehen. Nach Abschluss aller Bauarbeiten im Hauptgebäude ziehen die Klassen aus den mobilen Raumeinheiten in den zuletzt sanierten Gebäudeteil.
Baubeschreibung
Das Hauptgebäude aus dem Jahr 1889 wurde einige Jahre später mit einem Anbau auf insgesamt 15 Klassen erweitert.
Es steht heute unter Denkmalschutz. Im Rahmen der geplanten Grundsanierung soll vor allem auch die Rettungswegsituation verbessert werden. Die Treppenhäuser werden ertüchtigt und neue Fluchttüren zwischen den Brandabschnitten geschaffen.
Die ebenfalls mit einer Klinkerfassade versehene Sporthalle erhält eine neue Dacheindeckung mit entsprechender Dämmung, neue Fenster und einen neuen Innenausbau. Neben einem barrierefreien Zugang wird auch ein behindertengerechtes WC eingebaut.
Einzelheiten der beabsichtigten Baumaßnahme können der als Anlage 1 beigefügten Baubeschreibung entnommen werden.
Barrierefreiheit
Im Rahmen der Planung wurden die Aspekte der Barrierefreiheit untersucht und die durchzuführenden Maßnahmen mit der Behindertenbeauftragten der LHH abgestimmt. Das Hauptgebäude ist aufgrund seiner Struktur und des Denkmalschutzes nicht mit vertretbarem Aufwand barrierefrei zu gestalten. Die Sporthalle wird zukünftig barrierefrei zu erreichen sein und erhält ein behindertengerechtes WC.
Sicherheit
Die Forderungen von Feuerwehr, Bauordnung und GUV sind in die Sanierungsplanung eingeflossen.
Umweltverträglichkeit
Im Zuge der Sanierung werden alle schadstoffbelasteten Materialien fachgerecht ausgebaut und umweltverträglich entsorgt.
Akustik
Für eine Minderung des internen Geräuschpegels sind akustische Maßnahmen im Bereich aller Decken vorgesehen. Die Vorgaben der DIN 18041 werden eingehalten.
Energetische Verbesserung gegenüber dem Ist-Zustand
Im Bereich des Hauptgebäudes werden die neuen Fenster und die obersten Geschoßdecken/Dachflächen nach der Sanierung dem Standard EnEV 2007 – 30% entsprechen. Da es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, werden die Außenwände nicht gedämmt, eine Innendämmung wäre hier nach der Schwammsanierung problematisch. Analog dazu wird mit der ebenfalls verklinkerten Sporthalle verfahren.
Solarenergie
Die Dachflächen wurden in Bezug auf den Einsatz von Solarenergie zur Stromgewinnung geprüft.
Die Dachflächen des denkmalgeschützten Hauptgebäudes eignen sich aufgrund ihrer Geometrie (großflächige Gaube mit geringer geneigter Restdachfläche) nicht zur solaren Nutzung.
Das Sporthallendach ist aus statischen Gründen nicht weiter belastbar. Die vorhandene Konstruktion kann beibehalten und muss nicht erneuert werden.
19 .22
Hannover / Jun 11, 2009