Antrag Nr. 1420/2025:
Dringlichkeitsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei: Überlastung der Oberschulen vermeiden – pädagogisch tragfähige Lösungen für das Schuljahr 2025/26 entwickeln

Inhalt der Drucksache:

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Dringlichkeitsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei: Überlastung der Oberschulen vermeiden – pädagogisch tragfähige Lösungen für das Schuljahr 2025/26 entwickeln

Antrag

Die Verwaltung wird aufgefordert, für das Schuljahr 2025/26 die Versorgung aller Oberschüler*innen und Schulformwechsler*innen so sicherzustellen, dass die Situation an bereits überlasteten Oberschulen nicht durch weitere Erhöhungen der Zügigkeit verschärft wird.
Es sind kurzfristig tragfähige und pädagogisch sinnvolle Alternativen zur Einrichtung zusätzlicher Klassen an stark ausgelasteten Standorten zu entwickeln und umzusetzen.

Begründung


Im aktuellen Schulentwicklungsplan wird für die hannoverschen Oberschulen eine durchschnittliche Auslastung von 119 % festgestellt – mit deutlichen Überbelegungen an mehreren Standorten. Diese Entwicklung ist seit Jahren bekannt und hat sich weiter verschärft.
Dennoch sieht die Verwaltung zurzeit vor, für das Schuljahr 2025/26 zusätzliche Züge selbst an diesen bereits stark belasteten Schulen einzurichten. In Einzelfällen soll die Zügigkeit von ursprünglich zwei- bis dreizügig konzipierten Schulen auf bis zu fünf Züge erhöht werden. Dies stellt eine erhebliche pädagogische und organisatorische Überforderung dar.
Eine solche Maßnahme verschärft bestehende Probleme, insbesondere:
- Überforderung von Lehrkräften und Schulleitung
- Einschränkungen bei Differenzierung, Inklusion und individueller Förderung
- sinkende Bildungsqualität und Schulzufriedenheit
- steigendes Risiko für Schulabsentismus, vor allem bei Schulformwechsler*innen

Anstatt durch kurzfristige Kapazitätsausweitungen den Druck weiterzugeben, braucht es pädagogisch tragfähige Alternativen, etwa:
- temporäre Ausweichlösungen an entlasteten Standorten
- Kooperationen zwischen Schulformen
- gezielte Förderung der Schulformwahlberatung
- eventuell mobile Einheiten oder modulare Raumlösungen mit pädagogischer Betreuung

Diese Alternativen sollen zeitnah entwickelt und zum Schuljahr 2025/26 umgesetzt werden.

Dr. Elisabeth Clausen-Muradian/Dr. Daniel Gardemin/


Fraktionsvorsitz