Drucksache Nr. 1416/2018:
Instandsetzung der Friederikenbrücke

Informationen:

Beratungsverlauf:

Nachrichtlich:

  • Stadtbezirksrat Herrenhausen Stöcken

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksacheBeschlussdrucksache
In den Ausschuss für Angelegenheiten des Geschäftsbereiches des Oberbürgermeisters
In den Ausschuss für Haushalt Finanzen und Rechnungsprüfung
In den Verwaltungsausschuss
In die Ratsversammlung
An den Stadtbezirksrat Herrenhausen Stöcken (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
1416/2018
2
 

Instandsetzung der Friederikenbrücke

Antrag,

der Mittelfreigabe in Höhe von 591.000 € (inkl. Sicherheitszuschlag) zur Instandsetzung der Friederikenbrücke sowie dem Baubeginn zuzustimmen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Aus der Baumaßnahme und deren finanziellen Auswirkungen ergeben sich keine spezifischen Gender-Aspekte.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen in Euro:
Teilfinanzhaushalt 46 - Investitionstätigkeit
Investitionsmaßnahme 52301006
Herrenhäuser Gärten, Brücken San.
EinzahlungenAuszahlungen
Zuwendungen für Investitionstätigkeit 0,00 €
Beiträge u.ä. Entgelte für Investitionstätigkeit 0,00 €
Veräußerung von Sachvermögen 0,00 €
Veräußerung von Finanzvermögensanlagen 0,00 €
Sonstige Investitionstätigkeit 0,00 €
  
  
  
Erwerb von Grundstücken und Gebäuden 0,00 €
Baumaßnahmen 591.000,00 €
Erwerb von bewegl. Sachvermögen 0,00 €
Erwerb von Finanzvermögensanlagen 0,00 €
Zuwendungen für Investitionstätigkeit 0,00 €
Sonstige Investitionstätigkeit 0,00 €
  
Saldo Investitionstätigkeit -591.000,00 €
0,00 €

Teilergebnishaushalt 46 - Investitionstätigkeit
Produkt 52301
Herrenhäuser Gärten
Angaben pro Jahr
Ordentliche ErträgeOrdentliche Aufwendungen
Zuwendungen und allg. Umlagen 0,00 €
Sonstige Transfererträge 0,00 €
Öffentlichrechtl. Entgelte 0,00 €
Privatrechtl. Entgelte 0,00 €
Kostenerstattungen 0,00 €
Auflösung Sonderposten (anteilige Zuwendungen) 0,00 €
Sonstige ordentl. Erträge 0,00 €
  
Außerordentliche Erträge 0,00 €
  
Erträge aus internen Leistungsbeziehungen 0,00 €
Personalaufwendungen 0,00 €
Sach- und Dienstleistungen 7.092,00 €
Abschreibungen 17.730,00 €
Zinsen o.ä. (TH 99) 14.775,00 €
Transferaufwendungen 0,00 €
Sonstige ordentliche Aufwendungen 0,00 €
  
Saldo ordentliches Ergebnis -39.597,00 €
Außerordentliche Aufwendungen 0,00 €
Saldo außerordentliches Ergebnis 0,00 €
Aufwendungen aus internen Leistungsbeziehungen 0,00 €
Saldo aus internen Leistungsbeziehungen 0,00 €
Saldo gesamt -39.597,00 €
Sach- und Dienstleistungen
Bauliche Unterhaltung gemäß Richtwert der KGSt 1,2 % von 591.000 €

Abschreibungen
3% von 591.000 €

Zinsen
Kalkulatorischer Zinssatz in Höhe von 5% auf die durchschnittlich zu 50 % gebundene Investitionssumme von 295.500 €


Zur Finanzierung der Instandsetzungsmaßnahme sind beim Investitionsvorhaben Herrenhäuser Gärten, Brücken San.
Finanzmittel in Höhe von 350.000 € im Haushalt 2018 vorgesehen. Der Differenzbetrag wurde für das Haushaltsjahr 2019
angemeldet und im Deckungsring des TH 46 finanziert.

Begründung des Antrages

In der Zeit von 1835 bis 1841 entstanden in den Herrenhäuser Gärten drei Brücken nach
den Plänen des Hofbauinspektors Georg Ludwig Friedrich Laves. Die eiserne
Fahrbrücke 1837, die Augustenbrücke und die Friederikenbrücke im Jahre 1840. Die
Friederikenbrücke, die ursprünglich für König Ernst August und Königin Friederike als
Verbindung ihrer Sommerresidenz im Georgenpalais (heute Museum Wilhelm Busch) über
die Graft zum Großen Garten gebaut wurde, ist ein technisches Denkmal von nationaler
Bedeutung.

Bei der im Jahr 2012 durchgeführten Brückenhauptprüfung nach DIN 1076 wurden
wesentliche Schäden an der Brücke festgestellt, welche vor allem die Dauerhaftigkeit des
Bauwerkes, aber auch die Standsicherheit und Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Daher
wurde sie ab 2013 gesperrt.

Wahrscheinlich nach 1937 und in den frühen 1960er Jahren wurde die Brücke umfangreich


saniert und zusätzlich ein Stahltragwerk angebracht, da die ursprünglichen sogenannten
Lavesträger, filigrane Eisenträgerkonstruktion in Fischrumpfform, nicht mehr tragfähig
waren. Die Lavesträger und die gusseisernen Geländer mit den mittigen Wappen sind aus
gestalterischen Gründen erhalten geblieben. Sämtliche Metallteile müssen entrostet,
repariert und neu gestrichen werden. Auch der Holzbohlenbelag, der zwischenzeitig schon
einmal erneuert worden ist, muss komplett ausgetauscht werden. Die Brückenauflager auf
beiden Seiten der Graft haben einen verkleideten Stampfbetonkern von 1938. Er soll durch
einen Stahlbetonkern mit einer Verblendung aus Naturstein und Klinker ersetzt werden.
Alle Maßnahmen sind mit der Denkmalbehörde abgestimmt.

Die Baumaßnahmen sollen im Winterhalbjahr 2018/19 durchgeführt werden. Da es sich um
drei unterschiedliche Gewerke handelt, bei denen ein Generalunternehmer hohe
Risikozuschläge verlangen würde, und um mehr Bieter zu erreichen, wird das
Leistungsverzeichnis in drei Lose aufgeteilt: Stahlbau und Stahlbauteile, Holzbau und
Abdichtung und Massivbau Beton und Naturstein. Es ist geplant, die gesamte Brücke auf
einem Schwerlasttransporter zu einer Werkstatt zu transportieren, wo sie
witterungsunabhängig saniert werden kann. Dadurch kann in diesem Zeitraum vor Ort am
Brückenauflager gearbeitet werden. Je nach Witterungsverlauf im Winterhalbjahr soll die
Fertigstellung im Spätfrühjahr 2019 sein.

Ob die Friederikenbrücke wie seit den 1960er Jahren einen Ausgang mit Drehtür erhält, ist
noch nicht entschieden, da sie optisch sehr dominant ist und leider immer zum Überklettern
für einen unberechtigten Zutritt zum Großen Garten benutzt wurde. Bei
Großveranstaltungen wird die Brücke dann wieder als Ein- und Ausgang benutzt werden
können.

Eine Übersicht mit Bauwerksplan ist als Anlage 1 und ein Leistungsverzeichnis mit
Kostenberechnung als Anlage 2 beigefügt.
46 
Hannover / 04.06.2018