Informationen:
verwandte Drucksachen:
| 1390/2022 (Originalvorlage) |
Beratungsverlauf:
- 25.05.2022: Schul- und Bildungsausschuss: Zur Kenntnis genommen
- 09.06.2022: Verwaltungsausschuss: Zur Kenntnis genommen
| 1390/2022 (Originalvorlage) |
![]() | Informationsdrucksache | |||||||||
In den Schul- und Bildungsausschuss In den Verwaltungsausschuss |
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2. Alle Schulen anzuschreiben mit der Bitte, auf einem gemeinsamen Sharepoint ihre Erfahrungen um Umgang mit der kostenlosen Bereitstellung von Menstruationsartikeln zu teilen. Hierbei können Best-Practice-Beispiele und Konzepte geteilt werden. Hierbei sollen auch die Schüler*innenvertretungen die Möglichkeit erhalten, sich am Austausch – bspw. Durch Platzierung des Themas in den jeweiligen Schulkonferenzen – zu beteiligen.
3. Zu prüfen wie hoch der, finanzielle Aufwand für kostenlose Menstruationsartikeln an allen Schulen ist.
Zu 1:
In Hannover haben sich nach Abfrage der Schulverwaltung drei weiterführende Schulen für ein Pilotprojekt interessiert:
2. Gymnasium Limmer
3. Integrierte Gesamtschule List
Bei der Notfallversorgung mit Menstruationsartikeln gibt es nach Rückmeldung des Schulleiter*innensprecher*innenkreises und der Rückmeldungen der interessierten Schulen keine zusätzlichen finanziellen Bedarfe der Schulen und keine Schwierigkeiten in der Versorgung der Schüler*innen. An den drei interessierten Pilotschulen ist das Thema bisher nicht seitens der Schüler*innenvertretung an die jeweilige Schulleitung herangetragen worden. Eine technische Plattform zum Austausch von Best-Practice-Beispielen befindet sich durch die Schulverwaltung noch im Aufbau.
Zu 3:
Eine Umfrage von 2019 aus dem Internet kam zu dem Ergebnis, dass jede Frau pro Monat im Durchschnitt folgende Ausgaben hat: 14,37 € für Hygieneartikel. Nach den statistischen Daten des Bereichs Schulplanung und Pädagogik (40.1) liegt die Gesamtzahl der Schüler*innen bei 49.055 abzüglich 17.444 Grundschüler*innen und ausgehend von einem 50% weiblichen Anteil, würden sich überschlägig Kosten von 2,73 Mio. € p.a. für eine komplett kostenlose Abgabe von Menstruationsartikeln (ohne Personal und Logistikkosten) für die Produkte an allen weiterführenden Schulen der Stadt Hannover ergeben.
Im Rahmen der Bearbeitung des Auftrages aus der Drucks. Nr. 2770/2021 N2 ist die Landeshauptstadt Hannover auf ein Pilotprojekt der Stadt Wiesbaden aufmerksam geworden.
Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat im Zeitraum 30.08.2021 bis 31.12.2021 ein Pilotprojekt für kostenlose Menstruationsprodukte an weiterführenden Schulen durchgeführt und evaluiert. Aus unserer Sicht sind die Ergebnisse des Pilotprojektes auch für die weitere Diskussion interessant. Vor diesem Hintergrund möchten wir dem Schul- und Bildungsausschuss den Bericht zur Kenntnis geben.
Die Ergebnisse können aus der Anlage 1 „Projektabschlussbericht Menstruationsprodukte an weiterführenden Schulen“ entnommen werden.