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Die Maßnahme richtet sich gleichermaßen an alle Geschlechter.
Durch die Maßnahme sind die Belange aller gesellschaftlichen Gruppierungen gleichermaßen betroffen
Das Ergebnis der Klimawirkungsprüfung wird als neutral bewertet.
Durch den Beschluss des aufgabenkritischen Modernisierungsprojektes Prävention im Jahr 2023 strebt die Verwaltung der LHH eine Ausweitung der präventiven Angebote im Bereich der Hilfen zur Erziehung (HzE) an. Ein Teil dieser Strategie ist es, die Ausweitung bestehender präventiver Angebote, die bereits erfolgreich in Mikrobezirken wirken, für andere Stadtteile auszuweiten.
Das präventive sozialpädagogische Beratungs- und Unterstützungsangebot der Caritas in Linden-Süd zeigt wirkungsvoll, wie ein niedrigschwelliges Angebot mit geringem Personalaufwand viele Familien erreicht und eine hilfreiche Unterstützung in multiplen Lebenslagen bietet. Im Jahr 2025 wurden 60 Familien mit durchschnittlich 3 Kindern von 2 Fachkräften (0,5 VZÄ) begleitet.
Mit Blick auf die Fallzahlen im KSD-Bezirk fällt auf, dass diese im stadtweiten Vergleich im Stadtbezirk Linden am geringsten sind. Dies lässt sich auch durch die wirkungsvolle Arbeit des Präventionsprojektes zurückführen. Durch die präventive Arbeit werden HzE-Maßnahmen verhindert und somit auch Kosten in diesem Haushaltsprodukt reduziert.
Zielsetzung
Im Zentrum des sozialarbeiterischen Handelns steht das Kindeswohl. Ziel der Maßnahme ist es, durch frühzeitige Hilfen das Risiko späterer Problemlagen zu reduzieren und vorzubeugen. Die Beratung setzt hierbei auf unbürokratische Hilfe, einen möglichst frühzeitigen Beratungsbeginn, Aufklärung und Information, Unterstützung und Entlastung, sowie Förderung der Eigenverantwortung und Stärkung der familiären Ressourcen.
Durch die Verortung der Hilfe am Standort der Familienzentren gelingt es, den Familien ein niedrigschwelliges Angebot in ihrem Lebensort anzubieten. Durch die Freiwilligkeit und grundsätzliche Offenheit des Beratungsanliegens fördert das Hilfsangebot die Selbstwirksamkeit der Nutzer*innen und die zielorientierte Beratung. Darüber hinaus stärkt die enge Einbindung an die Familienzentren zum einen die Vertrauens- und Beziehungsbasis der Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Eltern. Die sozialräumliche Vernetzung im Stadtteil mit weiteren lokalen Akteur*innen ist eine wichtige Ressource, die die Unterstützungsleistung fördert.
Die Zielgruppe des Angebotes sind Familien in belasteten Lebenslagen, beispielweise von Armut und sozialer Benachteiligung betroffene Familien, Familien mit Migrations- oder Fluchterfahrungen, alleinerziehende Eltern, Eltern mit psychischen Belastungen und/oder Suchterkrankungen, Familien mit Kindern mit Behinderungen oder multiplen weiteren Belastungsfaktoren.
Wirkung
Die Zielgruppe erfährt flexible und bedarfsgerechte Hilfe, die eine geringe Spezialisierung und hohe Vernetzung aufweist. Die Bezirkssozialarbeit und die Jugendhilfe werden entlastet, denn die Intervention bedarf keiner Antragstellung und vorheriger Bedarfsprüfung durch das Jugendamt. Das familiäre System wird gezielt gestärkt, sodass auch gesellschaftliche Folgekosten verringert werden können.
Erweiterung des Modells
Durch die jahrelange Erfahrung der Caritas in der Umsetzung des Angebots im Stadtteil Linden-Süd, kann der Ausbau des Projektes auf weitere Standorte mit Expertise und Kompetenz zeitnah und effizient umgesetzt werden. Daher ist eine Erweiterung des bestehenden Vertrages mit der Kooperationspartnerin der Caritas angestrebt.
In Abstimmung mit dem Bereich Kindertagesstätten wurden Familienzentren und Kitas mit einem erhöhten Erschwernisindex identifiziert. An diesen Standorten soll das Angebot die bestehenden Strukturen ergänzen und Familien konkret entlasten.
Dabei handelt es sich um die Standorte:
· FZ St. Maximilian Kolbe – Mühlenberg
· Kita St. Bernadette – Vahrenwald
· FZ St. Franziskus – List
· FZ Carl-Sonnenschein-Haus – Sahlkamp
Für die Erweiterung sind vier weitere Teilzeitstellen (0,5 VZÄ) vorgesehen. Dazu benötigt der personelle Zuwachs und die Anforderungen an eine Qualitätssicherung und -entwicklung eine Koordinierungs- und Führungskraft (0,5 VZÄ). Die Koordinierungskraft kann zudem krankheits- und urlaubsbedingte Abwesenheiten an den Standorten vertreten.
Anhänge
Konzept
Finanzkalkulation