Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
In den Jahren 2025 und 2026 werden Veranstaltungsformate und Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Kulturdreieck umgesetzt.
Die digitalen Angebote und Veranstaltungen richten sich an Personen jeden Geschlechts. Die Berücksichtigung von Geschlechtergerechtigkeit im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der UN (SDG 5) werden bei der Kuration der Veranstaltungen vorausgesetzt.
Für den „Sommer im Kulturdreieck“ sind Mittel in der benötigten Höhe von 50.000 Euro im Haushalt eingestellt.
Die Landeshauptstadt Hannover ist mit dem Projekt Restart: #HANnovativ geförderte Kommune der Modellprojekte Smart Cites. Der Förderzeitraum des Projekts Restart: #HANnovativ läuft bis zum 31.12.2026 mit einer Förderquote von 65 %. Der Förderantrag und die im Kontext des Förderprojekts erstellte Smart City-Strategie wurden mit den Drucksachen Nr. 0536/2021 und 1456/2023 beschlossen.
Aus dem Förderprogramm Modellprojekte Smart Cities stehen für das Teilprojekt „Fortsetzung Kultur.Dreieck“ Fördermittel i.H.v. 526.500 € zur Verfügung.
Zum Kulturdreieck
Hauptziel ist es, im Kulturdreieck zwischen Schauspielhaus, Künstlerhaus und Opernhaus Kunst und Kultur verstärkt in den öffentlichen Raum zu bringen und die Foyers der Kultureinrichtungen auf die Plätze, Straßen und Höfe zu erweitern. Verbindungen, Kooperationen und gemeinsame Veranstaltungsformate zwischen den Kulturinstitutionen, der freien Szene, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft werden unterstützt. Die Aufenthaltsqualität soll im Kulturdreieck verbessert und das Areal als ein Zusammenhängendes sichtbar werden: Der städtische Raum vor dem Opernhaus, dem Künstlerhaus und dem Schauspielhaus wird daher ab 2025 durch ein Maßnahmenbündel an Veranstaltungsformaten wie „Sommer im Kulturdreieck 2025“ und „Kulturdreieck Festwochen 2026“ sowie digitalen Installationen miteinander verbunden. Insbesondere im Rahmen von Restart:#HANnovativ soll das Zusammenwirken der großen Kulturinstitutionen mit der freien Szene und der Stadtgesellschaft im gesamten Kulturdreieck gefördert werden und dieses mit unterschiedlichen dezentralen Technologien („Sounds&Sreens“) an ausgewählten Orten und bei zentraler Koordination erlebbar gemacht werden.
Informationen zu den Maßnahmen auf dem Opernplatz, auf der Sophienstraße und auf der Prinzenstraße
Im Zeitraum vom 29.08.-07.09.2025 wird ein „Sommer im Kulturdreieck“ als zehntägiges Veranstaltungsformat auf dem Opernplatz und im Kulturhof (Sophienstraße) durchgeführt. Es verbindet Kult-Kino der 70er, 80er und 90er Open Air auf dem Opernplatz (kuratiert vom Kommunalen Kino im Künstlerhaus) mit einem Rahmenprogramm stadtweiter Akteur*innen aus Hannover und den Eröffnungsveranstaltungen der neuen Intendanzen von Schauspiel Hannover und Staatsoper Hannover, der Veranstaltungsreihe „Der Handel tanzt mit!“, dem Ausstellungsangebot vom Kunstverein Hannover und Lesungen (kuratiert vom Literaturhaus Hannover) an ungewöhnlichen Orten sowie last but not least mit dem Programm der Sommerbühne am Musik Kiosk im Jubiläumsjahr UNESCO City of Music.
1.
Prinzenstraße
a. In den Jahren 2025 bis 2027 wird erstmalig ein Baustellenmarketing zur attraktiven Kommunikation der Umgestaltung Prinzenstraße zur blau-grünen Kulturpromenade und verbesserten Sichtbarkeit der Kultureinrichtungen im Areal installiert. Das Publikum des Schauspiel Hannover wird während der Baustellenzeit vorwiegend über den Zugang zum Kulturhof ins Schauspielhaus geleitet: über ein barrierefreies gestaltetes Asphaltband, Bodenmarkierungen und drei Info-Bannertürme an den Standorten Thielenplatz, Sophienstraße und Theaterstraße.
b. Für die Prinzenstraße (siehe Drucksache 0472/2025) erfolgt eine Ausschreibung und Umsetzung eines Kunstwettbewerbs für den künstlerischen Anteil der Neugestaltung der Prinzenstraße mit dem Ziel, die zukünftige blau-grüne Infrastruktur ästhetisch erlebbar zu machen und einen Anziehungsmagnet in der Stadt zu schaffen, der sich mit der Stadt der Zukunft auseinandersetzt. Im Anschluss an den Kunstwettbewerb wird entschieden, wie die ehemaligen Fahrleitungsmasten der Stadtbahn in der Prinzenstraße, die als Multimediastelen ausgerüstet werden (mit witterungsfesten Lautsprechermodulen, v.a. für kleinräumig-lokale und ggf. dreidimensionale Klangeffekte sowie mit LED-Leuchten), bespielt werden.
2.
Opernplatz
Im Jahr 2025 beginnt der Aufbau eines kulturellen Hotspots auf dem Opernplatz mit „Sounds & Sceens“.
a. Piano: Ein digitales Allwetter-Piano lädt zum ganzjährigen Verweilen und Erleben von Musik im öffentlichen Raum ein. Es ist witterungsfest gebaut, vandalismussicher, diebstahlsicher und remote ansteuerbar für Lautstärke und Ruhezeiten.
b. Kulturlitfaßsäulen: Komplettiert und räumlich erweitert wird das digitale Allwetter-Piano um den Umbau der zwei vorhandenen Luftauslässe auf dem Opernplatz zu audiovisuellen Kulturlitfaßsäulen. Diese informieren über die künstlerische und handwerkliche Arbeit der Kultureinrichtungen im Areal wie auch der freien Szene in Hannover, geben Einblicke in künstlerische Produktionen und machen die Arbeit der technischen Gewerke anschaulich. Dafür werden die Luftauslässe, die derzeit von der Staatsoper als Werbeschaukästen genutzt werden, mit audiovisuellen und interaktiven Installationen ausgestattet, die Lautsprecher mit interaktiven Bildschirmen kombinieren, gesteuert über eine zentrale Software.
c. Eingangsportal: Auch das Eingangsportal der Staatsoper Hannover wird mit Lautsprechern ausgestattet. Live- Übertragungen machen auf die Opern- und Ballettkunst des Staatstheaters aufmerksam, integrieren sich aber auch subtil in die Architektur des historischen Gebäudes und spielen zu verschiedenen Anlässen sogar den Klang des Allwetter-Pianos aus oder erzeugen eine raumübergreifende auditive Intervention bei einem großen Kulturevent.
3.
Sophienstraße
a. „Digitaler roter Teppich“: Der Fußweg vor dem Künstlerhaus sowie die Treppe zum Eingang bieten ideale Möglichkeiten, um über digitale Installationen auf dem Boden die Bevölkerung und Tourist*innen dazu einzuladen, die verschiedenen Angebote im Künstlerhaus von Kunstverein Hannover, Kommunales Kino und Literaturhaus Hannover kennenzulernen. Bewohner*innen wie Tourist*innen in Hannover sollen mithilfe des „digitalen roten Teppichs“ zum Innehalten und Abtauchen in Kultur im öffentlichen Raum aktiviert und motiviert werden.
b. Vitrinen: Ggf. begleitet und ergänzt werden die digitalen Bodenfliesen von digitalen Infoscreens in den schon vorhandenen Schaukästen des Künstlerhauses und einzubauenden Lautsprechern („Sounds & Screens“).
Fazit
Mehrtägige Veranstaltungsformate und mehrjährige digitale Installationen („Sounds&Screens“) sollen das Kulturdreieck zum Experimentierort kultureller Stadtentwicklung machen. Sie unterstützen das Innenstadtkonzept zur Transformation und Belebung der Innenstadt: Die digitalen Installationen Allwetter-Piano, Kulturlitfaßsäulen, Live-Übertragungen Eingangsportal Staatsoper, „digitaler roter Teppich“ etc. attraktivieren den öffentlichen Raum im Areal, verbinden die Orte mit Sounds & Screens, und verstärken die Angebote der Kultureinrichtungen und der freien Kulturszene. Damit wird erreicht, Kultur verstärkt „auf die Straße“ zu bringen und Kunst, Stadtgeschichte und -entwicklung niedrigschwellig zugänglich zu machen und anzueignen. Darüber hinaus wird im Kulturdreieck über Open Air Veranstaltungen Hannovers diverse Stadtgesellschaft zur Mitgestaltung der kulturellen Aktivitäten eingeladen. Events, die eine Aufenthaltsqualität ohne kommerzielles Verwertungsinteresse ermöglichen, sollen für alle Nutzer*innen offen und diskriminierungsfrei zugänglich sein.