Drucksache Nr. 1261/2014:
Jahresabschluss des Hannover Congress Centrum für das Geschäftsjahr 2013

Informationen:

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksacheBeschlussdrucksache
1. In den Betriebsausschuss
Hannover Congress Centrum
2. In den Ausschuss für Haushalt Finanzen und
Rechnungsprüfung
3. In den Verwaltungsausschuss
4. In die Ratsversammlung
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
1261/2014
4
 
BITTE AUFBEWAHREN - wird nicht noch einmal versandt

Jahresabschluss des Hannover Congress Centrum für das Geschäftsjahr 2013

Antrag,


gemäß § 33 Eigenbetriebsverordnung (EigBetrVO) zu beschließen
1. den Jahresabschluss,

2. den Lagebericht,

3. die Entlastung der Betriebsleitung,

4. den ausgewiesenen Jahresverlust in Höhe von -3.600.443,51 €
mit dem vorgezogenen Verlustausgleich in Höhe von
3.755.000,00 € zu verrechnen und das sich ergebende
Bilanzergebnis in Höhe von 154.556,49 € auf neue Rechnung
vorzutragen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Aussagen zur Geschlechterdifferenzierung gemäß Beschluss des Rates vom 03.07.2003 (s.DS 1278/2003) sind im Falle dieser Drucksache nicht bekannt.

Kostentabelle

Die finanziellen Auswirkungen ergeben sich aus dem Drucksachentext und den vorhandenen Anlagen.

Begründung des Antrages

Gemäß § 33 der Niedersächsischen Eigenbetriebsverordnung (EigBetrVO) beschließt der Rat über den Jahresabschluss, den Lagebericht, die Entlastung der Betriebsleitung und die Verwendung des Jahresgewinns oder die Behandlung des Jahresverlustes.

Im Einvernehmen mit dem Rechnungsprüfungsamt - gemäß Schreiben vom 09. Juli 2013 - wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH mit der Jahresabschluss- prüfung für das Wirtschaftsjahr 2013 beauftragt.

Eine Information über die Beauftragung der Wirtschaftsprüfer an den Betriebsausschusses erfolgte in der 10. Betriebsausschusssitzung am 30. September 2013 mit Informations- drucksache Nr. 2028/2013.

Im Jahresabschlussbericht erteilte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH dem Hannover Congress Centrum für die Rechnungslegung des Wirtschaftsjahres 2013, gemäß § 32 (2) Eigenbetriebsverordnung (EigBetrVO), ein uneingeschränktes Testat.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigt, dass der Jahresabschluss, der Lagebericht und die Buchführung den Rechnungsvorschriften entsprechen. Die Geschäftsführung erfolgt ordnungsgemäß. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, der Liquidität und der Rentabilität ist nicht zu beanstanden. Der Eigenbetrieb wird wirtschaftlich geführt.

Das Rechnungsprüfungsamt hat den Bericht (gem. § 32 (3) EigBetrVO) ohne ergänzende Feststellungen mit Schreiben vom 20. Mai 2014 an den Oberbürgermeister weitergeleitet.


I. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

Das Geschäftsjahr 2013 war insgesamt ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr, mit großen und spannenden Events in allen Segmenten des Veranstaltungsgeschäfts.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 14.784,3 T€ erzielt. Gegenüber dem Wirtschaftsplanansatz konnte eine Steigerung in Höhe von 944,3 T€
(6,8 %) erzielt werden. Im Vergleich zum Vorjahr eine Veränderung in Höhe von -757,0 T€
(-4,9 %).

Die Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2013 ist im Wesentlichen durch die positive Entwicklung im Kerngeschäftsbereich Veranstaltungen - inkl. der Bankettgastronomie -
zu begründen, die gegenüber dem Wirtschaftsplanansatz eine Steigerung in Höhe von
1.235,5 T€ (15,9 %) ausweist. Im direkten Vorjahresvergleich konnte im Veranstaltungs- bereich ebenfalls eine Steigerung in Höhe von 858,0 T€ (10,6 %) erzielt werden.

Die unterplanmäßige Entwicklung in der Eigengastronomie in Höhe von -354,4 T€ (-25,5 %) gegenüber dem Vorjahr wirkt sich hier gegenläufig aus. Sie ist zu einem geringen Teil durch die konzeptionelle Umstellung und darüber hinaus durch eine zum Zeitpunkt der Planerstellung höhere Umsatzerwartung begründet. Insgesamt ist das Restaurant jedoch als „Schaufenster“ für die Gastronomieleistungen zu sehen und hat durch die Umstellung auf ein Bio-Restaurant einen vermarktungstechnisch positiven Alleinstellungscharakter im Wettbewerb erzielt.



Auf Basis der ergänzenden Absprache zum Kooperationsvertrag mit dem Congress Hotel am Stadtpark wurde die Gastronomie ab dem 01.07.2013 einem Kooperationspartner des Congress Hotels übertragen. Hintergrund der Ergänzungsabsprache war der Wunsch des Congress Hotel, das gastronomische Angebot auszuweiten (u.a. längere Öffnungszeiten, erweitertes Speisenangebot) sowie zusätzlich die Umsatzpacht von 9% auf 25% zu erhöhen. Aus Sicht des HCC waren diese Änderungen, insbesondere aufgrund der dann höheren Personal- und Betriebsaufwendungen, nicht kostendeckend umsetzbar. Im Zusammenhang mit den Umbaumaßnahmen des Congress Hotels wurde das Frühstück in dem Zeitraum Juli bis September jedoch noch über das Parkrestaurant im HCC abgedeckt, so dass sich insgesamt per 31.12.2013 eine Veränderung gegenüber dem ursprünglichen Planansatz in Höhe von -282,9 T€ (-37,7%) ergibt und zu einer Umsatzreduzierung in Höhe von 320,1 T€ gegenüber dem Vorjahr geführt hat. Für die weiteren Geschäftsjahre wird mit einem Umsatzwegfall von je rund 750 T€ gerechnet. Der Umsatzwegfall ist im Ergebnis jedoch neutral einzustufen, da die korrespondierenden Kosteneinsparungen im Personal- und Gastronomiebereich den Umsatzrückgang ausgleichen.

Im Rahmen des Event-Caterings in der HDI-Arena konnte auch in 2013, mit einer Steigerung gegenüber dem Wirtschaftsplanansatz in Höhe von 321,3 T€ (7,2%), wieder eine positive Entwicklung verzeichnet werden. Diese Entwicklung ist durch die Sondereinflüsse von zwei Großkonzerten sowie der positiven Entwicklung im Logencatering zu begründen. Die Umsatzentwicklung im Catering der HDI-Arena inkl. sonstigem Catering beläuft sich per 31.12.2013 auf insgesamt 4.761,2 T€, gegenüber dem Vorjahr eine Veränderung von -1.260,6 T€ (-20,9%). Diese Entwicklung ist durch Sondereffekte im Vorjahr (Konzerte, Euro-League-Teilnahme, DFB-Pokal, usw.) begründet, die vom HCC nicht direkt zu beeinflussen sind.



Die Summe der Betrieblichen Erträge beläuft sich im Geschäftsjahr 2013 auf 16.978,8 T€, gegenüber dem ursprünglichen Planansatz eine Steigerung in Höhe von 1.558,8 T€
(10,1 %). Im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Veränderung um -115,2 T€ (-0,7 %).

Der Materialaufwand beläuft sich insgesamt auf 4.423,7 T€, gegenüber dem Wirtschaftsplanansatz - in direkter Abhängigkeit zur Umsatzentwicklung - eine Erhöhung von 549,7 T€ (14,2 %). Zum Vorjahr ist eine Reduzierung in Höhe von -112,2 T€ (-2,5 %) zu verzeichnen.

Der Personalaufwand beläuft sich auf 5.050,7 T€, gegenüber dem Ansatz im Wirtschaftsplan eine Reduzierung um -49,3 T€ (-1,0 %).

Die Gesamtpersonalkosten inkl. der in Anspruch genommenen externen Dienstleister (2.184,4 T€) sowie der Provisionen für Servicepartner (735,8 T€) belaufen sich auf 7.970,9 T€. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen mit einem Rückgang der Veranstaltungen und dem hieraus reduzierten Personalbedarf zu begründen. Im Verhältnis zur Summe betrieblicher Erträge beläuft sich die Gesamtpersonalkostenquote 2013 auf 46,9 %, gegenüber dem ursprünglichen Planansatz (47,5 %) eine Veränderung um -0,6 %. Im direkten Vorjahresvergleich (48,2%) eine Reduzierung um -1,3 %.

Die Summe der Betrieblichen Aufwendungen beläuft sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt 20.095,0 T€ und ist zum einen durch höhere Gebäudereparatur- und Instandhaltungsaufwendungen beeinflusst. Dagegen haben sich die bereits zuvor aufgeführten Fremdlöhne für externe Dienstleister als auch die Aufwendungen in den Bereichen Provisionen für externe Dienstleister und der HDI-Arena reduziert. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich somit eine Reduzierung in Höhe von -138,8 T€ (-0,7 %).

Das Hannover Congress Centrum weist im Geschäftsjahr 2013 einen Jahresverlust in Höhe von -3.600,4 T€ aus.

Das strategische Ziel im Wirtschaftsjahr 2013 war es, insgesamt den Konsolidierungsprozess weiterhin zu stabilisieren.

Das operative Jahresergebnis nach Abzug der durch das HCC nicht direkt
zu beeinflussenden Aufwendungen für:
· Hannover Marketing & Tourismus GmbH (720 T€),
· der Zinsen für den Betriebsmittelkredit (15,5 T€),
· den allgemeinen Strukturkosten (2.880,00 T€)
· sowie anteiliger Personalkosten (147,5 T€) aus dem Tarifvertrag Beschäftigungssicherung der Landeshauptstadt Hannover, die dem HCC nicht in voller Höhe angerechnet werden,

beläuft sich auf + 162,6 T€.

Das Hannover Congress Centrum hat im Geschäftsjahr 2013 wiederum das geplante Jahresziel (ein positives operatives Ergebnis in Höhe von 150 T€) erreicht und weist mit einem operativen Jahresergebnis in Höhe von 162,6 T€ gegenüber dem Vorjahr (107,5 T€) eine zusätzliche operative Ergebnisverbesserung in Höhe von 55,1 T€ aus.

Im Berichtsjahr belaufen sich die Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf insgesamt 3.148,7 T€. Die Einzelprojekte wurden im Rahmen der zeitlichen und finanziellen Vorgaben durchgeführt. Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2013 bildeten die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen des Foyers im 1. Obergeschoss sowie der Sanitäranlagen im westlichen Bereich des Kuppelsaals in Höhe von gesamt 2.052,3 T€ sowie der Ersatz des Bodenbelages einschließlich weiterer Verschönerungsarbeiten der Eilenriedehalle in Höhe von 582,2 T€.

Den Investitionen stehen insgesamt planmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.958,5 T€ gegenüber.

Im Berichtsjahr ergab sich eine leicht gestiegene Eigenkapitalquote in Höhe von 46,3 % (46,2 % Vorjahr).

Die Bilanzsumme beläuft sich im Berichtsjahr auf 37.890,5 T€ (Vorjahr: 37.634,6 T€).

Derzeit ist das Anlagevermögen zu 52,6 % durch das Eigenkapital gedeckt.

Im Zusammenhang mit einer strukturierten Entwicklung der mittel- und langfristigen Sanierungsmaßnahmen, mit dem als Baudenkmal von nationaler Bedeutung anerkannten historischen Teil des Kuppelsaals, hat das Hannover Congress Centrum aufgrund der bestehenden Zuwendungsbescheide seitens des Bundesverwaltungsamtes für Kultur und Medien, des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege sowie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt insgesamt Zuschüsse in Höhe von insgesamt 247,9 T€ für die energetische Sanierung im Rahmen der denkmalschützerischen Belange erhalten.

Die Finanzierung des Geschäftsbetriebs des HCC war durch die bestehenden Finanzierungsvereinbarungen mit der Landeshauptstadt Hannover (LHH) jederzeit gesichert. Diese Finanzierungsgrundlage besteht fort.



Ausführliche Erläuterungen zum Jahresabschluss 2013 befinden sich in den nachfolgend beigefügten Anlagen.



II. Anlagen
· Bilanz zum 31. Dezember 2013 (Anlage 1)
· Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2013 (Anlage 2)
· Anhang und Anlagennachweis zum Jahresabschluss 2013 (Anlage 3)
· Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 (Anlage 4)
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Hannover / Jun 4, 2014