Antrag Nr. 1163/2025:
Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Schüler*innenvertretung im Schul- und Bildungsausschuss (Moritz Seeländer): Ruheräume an Schulen

Informationen:

Beratungsverlauf:

Antragsteller(in):

Gemeinsamer Antrag von SPD-Fraktion und Herrn Seeländer

Inhalt der Drucksache:

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Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und der Schüler*innenvertretung im Schul- und Bildungsausschuss (Moritz Seeländer): Ruheräume an Schulen

Antrag

zu beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit das aktuelle Standardraumprogramm noch den Anforderungen des inzwischen geänderten Schulgesetzes sowie aktuellen pädagogischen Standards entspricht. Dabei soll der Grundsatz der Flächenneutralität gegenüber dem aktuellen Standardraumprogramm gelten. – Nach Abschluss der Prüfung ist ein Vorschlag zur Aktualisierung und Weiterentwicklung des Standardraumprogramms zu einem flexibleren Standardflächenprogramm zu entwickeln und den entsprechenden Ausschüssen im Sommer 2026 zum Beschluss vorzulegen.

Berücksichtigt werden soll dabei, dass künftig jedes neu zu errichtende Gebäude einer weiterführenden Schule auch mindestens eine Ruhefläche für Schüler*innen besitzen muss, die auch für andere Nutzungen, die dem Zweck einer Ruhefläche nicht widersprechen, zur Verfügung stehen kann. An Schulen mit Oberstufen sind zwei solcher Flächen vorzusehen (je einen für die SEK I bzw. SEK II). Bestehende weiterführende Schulen sollen die Möglichkeit eines Ruheraums überprüfen und, soweit möglich, umsetzen. Die Schulverwaltung soll hierbei beratend tätig sein.

Begründung


Die Standardraumprogramme für die verschiedenen Schulformen sollen ergänzend überprüft werden, da sie zuletzt 2021 in ihrer Gesamtheit überarbeitet wurden (IGSen ergänzend 2023). Der Prüfauftrag sowie der Auftrag zur Weiterentwicklung bietet die Möglichkeit, sich mit Best Practice Beispielen anderer Schulraumprogramme und aktuellen pädagogischen Entwicklungen wie den Compartmentschulen, die fast ausschließlich über flexibel nutzbare Räume verfügen, zu beschäftigen und ihren Nutzen für Hannover zu bewerten.

Die psychischen Belastungen für Schüler*innen nehmen zu. Neben dem Leistungsdruck an der Schule stehen sie auch im Privaten vor vielfältigen Herausforderungen. Die Ruheräume sollen einen ruhigen Ort zum Entspannen und ungestörten Verarbeiten aktueller Themen in der Hektik des Schulalltags bieten. Ein sicherer Ort, an dem die Schüler*innen ungestört bleiben. Über eine räumliche Anbindung an das Büro der Schulsozialarbeit ist optional nachzudenken.


Kerstin Klebe-Politze/Dr. Bala Ramani
Fraktionsvorsitz

Moritz Seeländer
Schüler*innenvertretung