Drucksache Nr. 1160/2014:
Neubau einer Kindertagesstätte in der Bergfeldstraße und Neubau einer Kindertagesstätte auf dem Grundstück Chemnitzer Straße 3 als Ersatz für die jetzige Kindertagesstätte und temporäre Auslagerung auf der Grünfläche Dresdener Straße / Emmy-Lanzke-Weg

Informationen:

Beratungsverlauf:

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksache-ZeichenBeschlussdrucksache
In den Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide
In den Stadtbezirksrat Ricklingen
In den Jugendhilfeausschuss
In den Ausschuss für Haushalt Finanzen und Rechnungsprüfung
In den Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten
In den Verwaltungsausschuss
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
1160/2014
4
 

Neubau einer Kindertagesstätte in der Bergfeldstraße und Neubau einer Kindertagesstätte auf dem Grundstück Chemnitzer Straße 3 als Ersatz für die jetzige Kindertagesstätte und temporäre Auslagerung auf der Grünfläche Dresdener Straße / Emmy-Lanzke-Weg

Antrag,

die Verwaltung zu beauftragen, die vorgenannten Grundstücke für die o. g. Zweckbestimmung baureif zu entwickeln und dazu:

1. der Planung eine 5-Gruppen-Kindertagesstätte (Bergfeldstraße), eine 6-Gruppen-Kindertagesstätte (Chemnitzer Straße) und eine temporäre 4-5-Gruppen-Kindertagesstätte (Grünfläche Dresdener Straße/Emmy-Lanzke-Weg) zugrunde zu legen,
2. auf Basis der Erfahrung bereits durchgeführter Maßnahmen und nachzuweisender Wirtschaftlichkeit das Projekt als ÖPP-Modell mit den Leistungsbestandteilen Planen, Bauen und Finanzieren vorzubereiten, auszuschreiben und den Ratsgremien das Ergebnis des Verhandlungsverfahrens zur Beschlussfassung vorzulegen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Bei der Umsetzung der Maßnahme gibt es keine spezifische Betroffenheit. Die mit der Beschlussempfehlung verfolgte Zielsetzung wirkt sich in gleicher Weise auf Frauen und Männer aus.

Kostentabelle

Die Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen erfolgt im Rahmen der Folgedrucksache. Die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit kann auf Basis der bereits durchgeführten ÖPP-Projekte (8 Kitas) prognostiziert werden und somit zur Beschleunigung dieses Verfahrens und Erzielung von Einspareffekten genutzt werden.

Begründung des Antrages


Bedarf Kita Bergfeldstraße
Im Stadtbezirk Ricklingen besteht weiterhin ein hoher Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen. Die Errichtung der Kindertagesstätte soll insbesondere zur Verbesserung der Versorgungssituation in den Stadtteilen Wettbergen und Oberricklingen beitragen.

Für die Einrichtung ist eine Struktur mit 2 Kindergartengruppen (2 x 25 Kinder im Alter zwischen 3-6 Jahren), 2 Krippengruppen (2 x 15 Kinder im Alter 1-2 Jahren) und einer Altersübergreifenden Gruppe (15 Kindergarten- und 5 Krippenplätze) vorgesehen. Bei allen Plätzen handelt es sich um ganztätige Betreuungsangebote.

Die Betreuungsplätze tragen dazu bei, dem Rechtsanspruch im Krippen- und Kindergartenbereich nachzukommen und erleichtern Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im Hinblick auf die aktuellen Bedarfsprognosen für diesen Stadtbezirk geht die Verwaltung davon aus, dass die Platzkapazitäten ausgelastet sein werden und dieses Kinderbetreuungsangebot auch langfristig erforderlich sein wird.

Auf dem Gelände der Kindertagesstätte Levester Straße ist zurzeit eine Kindergartengruppe mit 20 Plätzen in mobilen Raumeinheiten untergebracht. Diese Nutzung ist bauordnungsrechtlich nur befristet möglich. Daher soll die Kindergartengruppe nach Fertigstellung in den Neubau der Kindertagesstätte Bergfeldstraße überführt werden.

Standortuntersuchung Bergfeldstraße
Das Grundstück Bergfeldstraße mit einer Größe von ca. 10.000 qm ist im B-Plan Nr. 1152 als öffentliche Grünverbindung ausgewiesen. Der an der Bergfeldstraße gelegene Teilbereich des Grundstücks wird jedoch in der Realität als Grünfläche wenig genutzt. Dieser Teilbereich eignet sich als Standort für einen Kindergartenneubau aufgrund der zentralen Lage und guten Erreichbarkeit sowohl von Wettbergen als auch von Oberricklingen aus.

Für den Neubau einer 5-Gruppen-Kindertagesstätte, die dem erhöhten Bedarf an Plätzen in dem Stadtgebiet nachkommt, ist eine Grundstücksfläche von ca. 3.100 qm erforderlich. Hierdurch wird nur ein geringer Teilbereich der Grünfläche in Anspruch genommen, bestehend aus intensiv gepflegter Rasen- und Wiesenfläche. Gleichzeitig können der vorhandene Baumbestand, der sich hauptsächlich in den Randbereichen der Grünfläche befindet, der überwiegende Teil der öffentlichen Grünfläche sowie die vorhandenen Wegeverbindungen erhalten bleiben.

Die Erschließung des Standortes ist unproblematisch. Sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln, (Buslinie 129) als auch per PKW, Fahrrad und fußläufig ist das Grundstück Bergfeldstraße gut erreichbar. Der Haupteingang der Kindertagesstätte und auch die Zufahrt für Beschäftigte und Eltern können von der Bergfeldstraße erfolgen. Weitere Parkplätze für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Kindertagesstätte bringen, wären in der Seitenstraße Am Sauerwinkel möglich. Eine B-Planänderung für den o.g. Teilbereich von ca. 3.100 qm Grünfläche befindet sich zur Zeit im laufenden Verfahren.









Bedarf Kita Chemnitzer Straße

Die Kindertagesstätte Familienzentrum Carl-Sonnenschein-Haus (Chemnitzer Str. 3) befindet sich im Stadtteil Vahrenheide im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide.

Träger der Einrichtung ist der Caritasverband Hannover e. V.

In der 6-gruppigen Einrichtung werden zurzeit insgesamt 107 Kinder betreut. 72 Kinder werden ganztags in 4 Kindergartengruppen und 35 Kinder werden in 2 Hortgruppen bis 17:00 Uhr betreut. In der Einrichtung wird darüber hinaus eine Einzelintegration angeboten. Aufgrund der beengten räumlichen Gegebenheiten können die Betreuungsplätze nicht in voller Höhe einer Regelgruppe angeboten werden.

Alle Kinder, die einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben, sollen auch weiterhin im geplanten Ersatzneubau betreut werden.

Im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide und besonders im Stadtteil Vahrenheide besteht ein hoher Bedarf an Betreuung für Krippen- und Kindergartenkinder. Die Hortplätze werden jedoch auch durch die Einrichtung der Fridtjof-Nansen-Schule als Ganztagsschule nicht mehr so stark nachgefragt.

Aufgrund der vorliegenden Bedarfe und einer Gruppenoptimierung, sowie dem seit dem 01.08.2013 geltenden Rechtsanspruch für die unter dreijährigen Kinder wurde für den Ersatzneubau in Abstimmung mit dem Träger folgende Gruppenstruktur festgelegt:

2 Krippengruppen mit 30 Kindern (Ganztagsbetreuung), 3 Kindergartengruppen mit 75 Kindern (Ganztagsbetreuung) und 1 Hortgruppe mit 20 Kindern (Betreuung bis 17:00 Uhr). Insgesamt würden dann 125 Kinder in der Einrichtung betreut. Der Träger wird auch weiterhin eine integrative Betreuung anbieten.

Die neue Einrichtung erweitert das Betreuungsangebot um insgesamt 18 Plätze und erleichtert Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Im Hinblick auf die aktuellen Bedarfsprognosen für diesen Stadtbezirk geht die Verwaltung davon aus, dass die Platzkapazitäten ausgelastet sein werden und dieses Kinderbetreuungsangebot auch langfristig erforderlich sein wird.

Im Zuge der Auslagerung während der Bauphase wird die derzeitige Betreuungssituation in der Einrichtung berücksichtigt. Im Bereich der Kindergartenbetreuung kann eine Gruppenoptimierung durch Zusammenlegung herbeigeführt werden. Bei der Hortbetreuung ist abhängig vom Zeitpunkt der Auslagerung anhand der bestehenden Betreuungsverträge zu prüfen, ob die Platzkapazität auf eine Hortgruppe mit insgesamt 20 Plätzen reduziert werden kann.

Es wird daher folgende Gruppenstruktur für die Auslagerung angestrebt: 3 Kindergartengruppen mit 75 Kindern in Ganztagsbetreuung und eine oder zwei Hortgruppen mit 20 bzw. mit 35 Kindern.


Standortuntersuchung Chemnitzer Straße 3
Das als Kindertagesstätte genutzte Gebäude Chemnitzer Straße (Carl-Sonnenschein-Haus), Baujahr 1963, ist hochgradig sanierungs- und modernisierungsbedürftig. Die bestehenden Gruppenräume sind für eine volle Gruppenauslastung zu klein, sodass ein Abriss und Ersatzbau notwendig ist.

Planungsrechtlich unterliegt das Grundstück dem Durchführungsplan Nr. 177, der ein Allgemeines Wohngebiet mit einer Ausnutzungsziffer von 0,6 (GRZ) und einer zulässigen Anzahl von X (=10) Vollgeschossen für das Flurstück14/85, 4.067 qm, vorsieht, sodass hier ein Kita-Neubau zulässig ist. Das Flurstück 14/99, 1.415 qm, wird im Durchführungsplan als öffentliche Freifläche ausgewiesen. Die Verwaltung regt an, dieses Flurstück neu zu ordnen, wobei der nördliche Teil, der den vorhandenen Radweg nebst grünem Mittelstreifen zwischen Rad- und Fußweg umfasst, dem Fachbereich 66 zuzuordnen wäre, sodass die südliche Teilfläche dem Kita-Grundstück zugute kommt.

Die Erschließung kann weiterhin über die Chemnitzer Straße erfolgen.

Temporärer Standort Dresdener Straße/Emmy-Lanzke-Weg
Für die temporäre Auslagerung der Kita Chemnitzer Straße 3 wurden mehrere Standorte untersucht und die Grünfläche westlich der Dresdener Straße als geeignet eingestuft. Die Freifläche ist von der Dresdner Straße gut zu erschließen, Baumfällungen sind voraussichtlich nicht erforderlich und die Kinder/Eltern hätten keine längeren Wege in Kauf zu nehmen. Die notwendigen Ver- und Entsorgungsleitungen können ebenfalls über die Dresdener Straße angeschlossen werden.

Barrierefreiheit und Inklusion
Sämtliche Erfordernisse aus barrierefreier Zugänglichkeit und Nutzung von Gebäuden und Freiflächen sowie für diese Nutzungen zutreffender Aspekte von Inklusion sollen im Zuge der Planung Berücksichtigung finden. Die Planungen werden mit der Behindertenbeauftragten der LHH abgestimmt.

Energetischer Standard
Die Neubauten sollen beschlusskonform im Passivhausstandard errichtet werden.

Terminplanung
Sofern die Wirtschaftlichkeit eines ÖPP-Modells nachgewiesen werden kann, wird folgender Zeitplan angestrebt:

· Erstellung der Ausschreibungsunterlagen,
Durchführung des Teilnahmewettbewerbs,
Versand der Verdingungsunterlagen bis Frühjahr 2015
· Ausarbeitung und Eingang der ÖPP-Angebote,
Wertung der Angebote / Verhandlungsverfahren: bis Frühjahr 2016
· Beschlussfassung Auftragsvergabe bis Sommer 2016
· Inbetriebnahme Ende 2017
19 .30
Hannover / May 28, 2014