Antrag Nr. 1122/2024:
Änderungsantrag des Stadtjugendrings Hannover e. V. (Felix Breitling) zu Drucks. Nr. 1009/2024: Gemeinsamer Antrag von SPD-Fraktion, CDU-Fraktion und FDP-Fraktion: HannoverAktivPass - Erweiterung auf Ferienreisen ind Freizeiten ins Ausland

Informationen:

Beratungsverlauf:

Antragsteller(in):

Herr Felix Breitling

Inhalt der Drucksache:

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Änderungsantrag des Stadtjugendrings Hannover e. V. (Felix Breitling) zu Drucks. Nr. 1009/2024: Gemeinsamer Antrag von SPD-Fraktion, CDU-Fraktion und FDP-Fraktion: HannoverAktivPass - Erweiterung auf Ferienreisen ind Freizeiten ins Ausland

Antrag, zu beschließen:

Der Jugendhilfeausschuss des Rates der Landeshauptstadt Hannover möge beschließen den Antrag Nr. 1009/2024 wie folgt zu ändern,

Die Landeshauptstadt Hannover wird beauftragt zu prüfen, ob die mit dem HannoverAktivPass gewährte Ermäßigung auf die Teilnahmegebühr bei Ferienreisen und Freizeiten für Kinder und Jugendliche auf im Ausland durchgeführte, nicht-schulische Ferienreisen und Freizeiten, insbesondere in Partnerstädte Hannovers, erweitert werden kann und mit welchem Kostenaufwand dies verbunden wäre. Die Gültigkeit des HannoverAktivPasses ist jedoch auf nur vom Jugendferienservice geförderte Maßnahmen in Partnerstädten in EU-Ländern zu begrenzen.

Begründung

Seit Jahren fordern wir eine Ausweitung der Gültigkeit des HannoverAktivPasses für Maßnahmen im Ausland. Kindern und Jugendlichen sollte stets, unabhängig ihrer finanziellen Mittel, eine Teilnahme auch an diesen Angeboten zustehen. Eine Unterscheidung in In- und Auslandsreisen stellt daher eine klare und nicht tragbare Benachteiligung und Diskriminierung dar. Die aktuelle Regelung und die vorgeschlagene Regelung des Ursprungsantrages widersprechen somit im Kern einer Wahlfreiheit von Kindern und Jugendlichen! Für eine Ferienfreizeit, deren Ziel in Deutschland liegt, können Teilnehmer*innen mit HannoverAktivPass eine Ermäßigung von 50% erhalten, für eine vergleichbare Ferienfreizeit im Ausland jedoch nicht. Eine Auslandsreise ist darüber hinaus nicht automatisch teurer als eine Inlandsreise.

Die im Ursprungsantrag betonten Auslandsreisen in Partnerstädte der LHH haben in den meisten Fällen primär einen Bildungsauftrag. Von Armut betroffene Kinder und Jugendliche haben jedoch, im Sinne ihrer Gleichberechtigung, ein Recht auch auf eine Teilnahme an Bildungs- und Freizeitangeboten. Zumal Freizeitmaßnahmen von Jugendhilfeträgern ohnehin ein hohes Maß an Bildungsaspekten innehaben.

Die mit dem Titel des Ursprungsantrages suggerierte Ausweitung auf Maßnahmen nur in Partnerstädte im Ausland, hätte kaum positive Auswirkungen für den Großteil der vom HannoverAktivPass profitierenden Kinder und Jugendlichen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten:

Die Angebote der Jugendarbeit richten sich grundsätzlich an die Zielgruppe junger Menschen aller Geschlechter. Der vorliegende Änderungsantrag ändert diesbezüglich nichts.

Ergebnis der Klimawirkungsprüfung:

Durch eine Ausweitung des HannoverAktivPass auf Auslandsreisen kann zu einer erhöhten Nachfrage

und Teilnahme führen, somit können die Klimaauswirkungen steigen.

Felix Breitling

Jugendarbeitsvertreter