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Sprengel Museum Hannover, Lichtinstallation auf dem Skulpturenhof
Antrag,
1. Der Haushaltsunterlage Bau gem. § 12 KomHKVO zur Lichtinstallation auf dem Skulpturenhof des Sprengel Museum Hannover in Höhe von insgesamt 7,13 Mio € (inkl. 15 % Sicherheitszuschlag)
und
2. der Mittelfreigabe und dem Baubeginn
zuzustimmen.
Berücksichtigung von Gender-Aspekten
Bei der Umsetzung der Maßnahme und deren finanziellen Auswirkungen ergibt sich keine spezifische Gender-Betroffenheit.
Ergebnis der Klimawirkungsprüfung
Hinsichtlich des Gehölzschutzes und einer notwendigen Baumfällung oder Einkürzung einhergehend mit dem Verlust des CO2-Speichers und der kühlenden Vegetation im Straßenraum sowie einer dann notwendigen Ersatzpflanzung erfolgt eine enge Abstimmung mit dem Fachbereich Umwelt und Stadtgrün. Die Beeinträchtigung von Insekten durch das Kunstwerk ist nach Abstimmung mit OE 67.7 nicht gegeben.
Kostentabelle
Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf 6,2 Mio € zzgl. 15 % Sicherheitszuschlag i.H.v. 930.000 €, entsprechend 7,13 Mio €.
Es handelt sich bei der Errichtung dieses Lichtkunstwerkes um ein in großen Teilen drittmittelfinanziertes Projekt, das aufgrund der hohen Bedeutsamkeit auch mit städtischen Mitteln flankiert wird. Diese Maßnahme wird mit Drittmitteln i.H.v. 3,45 Mio € finanziert, der städtische Anteil beläuft sich auf 3,68 Mio €. Das Honorar wird aus Drittmitteln finanziert.
Begründung des Antrages
Mit Drucksache 1949/2024 erhielt die Verwaltung den Auftrag, die Machbarkeit einer Lichtinstallation von James Turrell im Skulpturenhof des Sprengel Museum Hannover zu prüfen.
Nach Einholung aller Gutachten und Planungsunterlagen sowie nach erfolgter Beteiligung der Nachbarschaft mit Besuchsmöglichkeit der Turrell Lichtinstallation im Klinikum Wahrendorff wird nun die detaillierte Kostenberechnung mit Skizzen zur Realisierung der Lichtinstallation TOTUS INTUS, TOTUS FORIS von James Turrell zur Beschlussfassung vorgelegt.
Die als Anlage 2 beigefügte Kostenberechnung beinhaltet die Erstellung des Kunstwerks sowie die notwendigen Umbauten am und um das Museum zur Errichtung des Kunstwerks.
Der Planungsprozess ist von den Fachbereichen Planen und Stadtentwicklung sowie Umwelt und Stadtgrün (OE 61.30, 61.12, 61.36, 67.7 und 67.33) begleitet worden, um frühzeitig planungsrechtliche Belange berücksichtigen zu können. Das Dez III/ Beauftragte*r für Menschen mit Behinderung wird in der weiteren Planungsphase eingebunden mit der Fragestellung ein Lichtkunstwerk für Sehbeeinträchigte erlebbar zu machen.
Der Skyspace mit dem Titel `TOTUS INTUS, TOTUS FORIS/ ALL INN, ALL OUT´ ist als ein baldachinartiges Dach entworfen worden, das fast den gesamten Skulpturenhof überspannt und von unten mit Hilfe von LED Leisten angeleuchtet wird. In der Dämmerung sind durch einen eigens für diesen Skyspace programmierten Lichtloop unterschiedliche Farbverläufe zu sehen, die beim Betrachter eine veränderte Wahrnehmung des Himmels in der Farbigkeit und der Tiefe hervorrufen. Die Laufzeit des Lichtloops beträgt ca. 1,5 – 2 Stunden und orientiert sich an der bürgerlichen Dämmerung. Die Laufzeit passt sich somit den Jahreszeiten an. Die Schall – und Lichtimmissionen sind durch Gutachten überprüft worden, deren Ergebnisse sind in die Planung wie auch in der Betriebsbeschreibung des SMH berücksichtigt worden.
Durch die sich verändernden Dämmerungszeiten, vor allem in den späten Frühjahrs- und Sommermonaten verändert sich die Laufzeit des Kunstwerks und liegt in Teilen außerhalb der normalen Öffnungszeiten des Museums. Die Erschließung erfolgt über die obere Sammlung und das Zwischengeschoss aus dem Museum heraus. Barrierefrei können zwei Ebenen des Hofes begangen werden, wie im regulären Betrieb des Skulpturenhofs. Nach Schließung des Museums im Rahmen der normalen Öffnungszeiten wird der Zugang durch das Foyer und das Zwischengeschoss in den Skyspace ermöglicht. Das Sprengel Museum stellt durch interne betriebliche Maßnahmen sicher, dass Personen nicht in bereits geschlossene Bereiche gelangen oder die WC Räume aufsuchen können. Dieses Konzept ist mit den Sach- und Gebäudeversicherern abgestimmt.
Ein Ausgang über eine Brücke vom Skulpturenhof in den Werkhof ist als zweiter Rettungsweg herzurichten. Im Werkhof müssen auf Grund von Anpassungen an den Grundleitungen Erdarbeiten erfolgen. Insgesamt sind umfangreichere Maßnahmen vorzunehmen am und um das Bestandsgebäude als zunächst geplant. Die durch die vertiefte Planung der Entwurfsplanung/Kostenberechnung kalkulierten Kosten konnten durch weitere Drittmitteleinwerbungen und den Einsatz städtischer Mittel aufgefangen werden. Die Drittmittel sind zugesagt von Hannover Rück, von Raoul Rossmann und von der Christiane Hackerodt Stiftung.
Die Nachbarschaft wird auch im weiteren Prozess beteiligt werden.
Die Lichtinstallation ergänzt die in 2026 beginnende Sanierung des Skulpturenhofs und der Skyspace wird voraussichtlich im Jahr 2028 fertig gestellt.
41.2
Hannover / May 18, 2026