Antrag Nr. 1024/2026:
Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei und CDU zur Stärkung der hannoverschen Nachtkultur, Innenstadtbelebung und Standortattraktivität – Anschubförderung für das Veranstaltungsformat „Nacht der Nächte 2027 (NDN 27)“ prüfen

Informationen:

verwandte Drucksachen:

1024/2026 (Originalvorlage)

Beratungsverlauf:

Antragsteller(in):

Gemeinsamer Antrag von SPD-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei und CDU-Fraktion

Inhalt der Drucksache:

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Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei und CDU zur Stärkung der hannoverschen Nachtkultur, Innenstadtbelebung und Standortattraktivität – Anschubförderung für das Veranstaltungsformat „Nacht der Nächte 2027 (NDN 27)“ prüfen

Antrag

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen,
  1. ob für die erstmalige Durchführung der stadtbezirksübergreifenden Veranstaltung „Nacht der Nächte 2027 (NDN 27)” eine einmalige strategische Anschubförderung in Höhe von bis zu 100.000 Euro ressortübergreifend aus bestehenden Förderinstrumenten der Kultur-, Wirtschafts- und Stadtmarketingpolitik der Landeshauptstadt Hannover erfolgen kann.
  2. ob und in welcher Form die Veranstaltung in bestehende Strukturen der Standort- und Tourismusentwicklung der Landeshauptstadt Hannover, insbesondere unter dem Dach der Hannover Marketing & Tourismus GmbH (HMTG), eingebunden werden kann,
  3. welche Kriterien für eine wirtschaftliche Verstetigung der Veranstaltung erfüllt werden sollten, insbesondere:
  • Entwicklung einer wirtschaftlich eigenständigen Durchführungsperspektive ab 2027/2028
  • Kooperation mit lokalen Spielstätten, Gastronomie und Kulturakteuren
  • Beitrag zur Stärkung der hannoverschen Nachtkultur
  • Erhöhung der Standortattraktivität und touristischen Wahrnehmung der Landeshauptstadt Hannover
  • messbare Effekte für lokale Wertschöpfung sowie kulturelle und soziale Teilhabe

Die Ergebnisse der Prüfung sind den zuständigen Gremien bis Juni zur weiteren Beratung vorzulegen.

Begründung


Mit der „Nacht der Nächte 2027“ wird ein stadtbezirksübergreifendes Veranstaltungsformat entwickelt, das Kultur, Nachtökonomie, Tourismus und Stadtentwicklung miteinander verbindet.

Die Landeshauptstadt Hannover verfügt als UNESCO City of Music über eine vielfältige musikalische und kulturelle Infrastruktur. Ein stadtweites Nachtkulturformat kann dazu beitragen, diese kulturellen Potenziale stärker sichtbar zu machen, unterschiedliche Kulturakteure miteinander zu vernetzen und neue kulturelle Angebote im Stadtraum zu schaffen. Zugleich steht Hannover, wie viele Städte vor der Herausforderung, Innenstadtbereiche und öffentliche Räume stärker zu beleben und als attraktive Aufenthaltsorte zu stärken. Dezentrale Kultur- und Veranstaltungsformate können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie neue Besuchergruppen anziehen und kulturelle Begegnungen im öffentlichen Raum ermöglichen.

Die Veranstaltung verbindet dabei mehrere zentrale kommunale Zielsetzungen miteinander: die Stärkung der hannoverschen Nachtkultur, die Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls im öffentlichen Raum, soziale Teilhabe, Inklusion sowie wirtschaftliche Impulse für Spielstätten, Gastronomie und Hotellerie.

Auch im Kulturentwicklungsplan der Landeshauptstadt Hannover wird die stärkere Vernetzung kultureller Akteure sowie die bessere Sichtbarkeit der kulturellen Vielfalt der Stadt als wichtiges Ziel benannt. Ein stadtweites Veranstaltungsformat kann diese Zusammenarbeit fördern und die kulturelle Vielfalt Hannovers für ein breites Publikum erlebbar machen.

Darüber hinaus spielen kulturelle Veranstaltungen eine bedeutende Rolle für die touristische Attraktivität und die wirtschaftliche Dynamik urbaner Räume. Auch die Tourismusstrategie der Landeshauptstadt Hannover setzt auf profilbildende Veranstaltungen und kulturelle Angebote zur weiteren Stärkung des Standorts.

Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass zeitlich begrenzte Anschubfinanzierungen dazu beitragen können, neue Veranstaltungsformate aufzubauen, Netzwerke zu entwickeln und langfristig tragfähige Strukturen zu schaffen. Ziel einer möglichen Förderung wäre daher ausdrücklich keine dauerhafte Zuschussfinanzierung, sondern die Unterstützung beim Aufbau eines Veranstaltungsformats, das perspektivisch eigenständig getragen werden kann.

Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll zu prüfen, ob und in welcher Form die Veranstaltung in bestehende Strukturen der Stadt-, Kultur- und Tourismusentwicklung der Landeshauptstadt Hannover eingebunden werden kann, beispielsweise im Kontext der Hannover Marketing & Tourismus GmbH (HMTG).

Die vorgeschlagene Prüfung ermöglicht es, die finanziellen, organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen transparent darzustellen und dem Rat eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Entwicklung dieses Veranstaltungsformats zu geben.


Kerstin Klebe-Politze / Dr. Bala S. Ramani
Fraktionsvorsitz

Dr. Elisabeth Clausen-Muradian/Dr. Daniel Gardemin
Fraktionsvorsitz

F. Semper
Fraktionsvorsitz