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Mit der „Nacht der Nächte 2027“ wird ein stadtbezirksübergreifendes Veranstaltungsformat entwickelt, das Kultur, Nachtökonomie, Tourismus und Stadtentwicklung miteinander verbindet.
Die Landeshauptstadt Hannover verfügt als UNESCO City of Music über eine vielfältige musikalische und kulturelle Infrastruktur. Ein stadtweites Nachtkulturformat kann dazu beitragen, diese kulturellen Potenziale stärker sichtbar zu machen, unterschiedliche Kulturakteure miteinander zu vernetzen und neue kulturelle Angebote im Stadtraum zu schaffen. Zugleich steht Hannover, wie viele Städte vor der Herausforderung, Innenstadtbereiche und öffentliche Räume stärker zu beleben und als attraktive Aufenthaltsorte zu stärken. Dezentrale Kultur- und Veranstaltungsformate können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie neue Besuchergruppen anziehen und kulturelle Begegnungen im öffentlichen Raum ermöglichen.
Die Veranstaltung verbindet dabei mehrere zentrale kommunale Zielsetzungen miteinander: die Stärkung der hannoverschen Nachtkultur, die Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls im öffentlichen Raum, soziale Teilhabe, Inklusion sowie wirtschaftliche Impulse für Spielstätten, Gastronomie und Hotellerie.
Auch im Kulturentwicklungsplan der Landeshauptstadt Hannover wird die stärkere Vernetzung kultureller Akteure sowie die bessere Sichtbarkeit der kulturellen Vielfalt der Stadt als wichtiges Ziel benannt. Ein stadtweites Veranstaltungsformat kann diese Zusammenarbeit fördern und die kulturelle Vielfalt Hannovers für ein breites Publikum erlebbar machen.
Darüber hinaus spielen kulturelle Veranstaltungen eine bedeutende Rolle für die touristische Attraktivität und die wirtschaftliche Dynamik urbaner Räume. Auch die Tourismusstrategie der Landeshauptstadt Hannover setzt auf profilbildende Veranstaltungen und kulturelle Angebote zur weiteren Stärkung des Standorts.
Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass zeitlich begrenzte Anschubfinanzierungen dazu beitragen können, neue Veranstaltungsformate aufzubauen, Netzwerke zu entwickeln und langfristig tragfähige Strukturen zu schaffen. Ziel einer möglichen Förderung wäre daher ausdrücklich keine dauerhafte Zuschussfinanzierung, sondern die Unterstützung beim Aufbau eines Veranstaltungsformats, das perspektivisch eigenständig getragen werden kann.
Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll zu prüfen, ob und in welcher Form die Veranstaltung in bestehende Strukturen der Stadt-, Kultur- und Tourismusentwicklung der Landeshauptstadt Hannover eingebunden werden kann, beispielsweise im Kontext der Hannover Marketing & Tourismus GmbH (HMTG).
Die vorgeschlagene Prüfung ermöglicht es, die finanziellen, organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen transparent darzustellen und dem Rat eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Entwicklung dieses Veranstaltungsformats zu geben.
Kerstin Klebe-Politze / Dr. Bala S. Ramani
Fraktionsvorsitz
Dr. Elisabeth Clausen-Muradian/Dr. Daniel Gardemin
Fraktionsvorsitz
F. Semper
Fraktionsvorsitz