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zu beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit einem geeigneten Träger ein Konzept zur Umsetzung eines Modellprojektes zu entwickeln, in dessen Rahmen sozialpädagogische Fachkräfte (oder vergleichbare Qualifikation) Jugendliche und junge Erwachsene zu „Peers“ in Bezug auf antidiskriminierendes Verhalten ausbilden. Für die Entwicklung und Durchführung des Projektes werden Drittmittel, beispielsweise aus dem Europäischen Sozialfonds, eingeworben. Das Konzept wird den Ratsgremien bis Herbst 2024 vorgelegt.
Gesamtgesellschaftlich, doch auch speziell in Hannover ist zu beobachten, dass sich diskriminierende Positionen wie Geschlechterstereotype, Diskriminierung in Bezug auf persönliche Merkmale und mehr oder weniger offener Rassismus immer weiterverbreiten. Gerade Jugendliche und junge Menschen sind in ihrer Persönlichkeitsbildung auf Orientierung angewiesen, um die genannten Positionen nicht zu übernehmen. Diese Problematik soll das geplante Modellprojekt adressieren.
Das Projekt folgt dem Vorbild des Projektes „Brothers“ aus dem Landkreis Göttingen, welches im Jahr 2022 den niedersächsischen Integrationspreis gewann. Dort, genauer in der Stadt Hann. Münden, gibt es seit 2020 das Projekt „Brothers“. Es orientiert sich an dem Projekt „Heroes“ aus Berlin. Letzteres richtet sich im Gegensatz zu Brothers jedoch ausschließlich an junge Männer mit Fluchterfahrung. Im Göttinger Projekt wurde die Zielgruppe erweitert. Männliche Jugendliche und junge Erwachsene nehmen an Gruppentreffen und gemeinsamen Aktivitäten teil und werden dabei zu „Peers“, den sogenannten Brothers ausgebildet. An dem Projekt arbeiten eine Projektleitung und zwei sozialpädagogische Fachkräfte, die selbst zur BiPoc – Community gehören. Die beiden Projektmitarbeiter*innen führen die Ausbildung der Brothers durch. Die Brothers lernen, geschlechtsspezifische Stereotype zu hinterfragen und geben anschließend ihr Wissen nach dem Peer-to-Peer-Ansatz gemeinsam mit den Projektmitarbeiter*innen bei Workshops in Schulklassen und Jugendgruppen weiter. Sie werden zu Multiplikatoren. Als dritten Baustein bietet das Projekt Schulungen für Schulpersonal an.
Das Projekt aus Göttingen wurde evaluiert und als sehr erfolgreich bewertet. Die Evaluation sowie ein Praxisleitfaden sind öffentlich verfügbar. Das Modellprojekt zeigt, wie Werte wie Gleichberechtigung, Demokratieförderung und Antidiskriminierung vermittelt werden können, um letztendlich ein besseres und friedlicheres Zusammenleben zu erreichen. Für Ein ähnliches Projekt wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angeboten. Das Projekt trägt den Namen „Respekt Coaches“ und kann ebenfalls als Grundlage für die Ausarbeitungen eines Konzeptes für die LHH verwendet werden. In Hannover wird das Projekt allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen angeboten, da nicht nur männliche Jugendliche von den Angeboten profitieren können. Bei der Projektkonzeption für Hannover können die Antidiskriminierungsstelle und die Beauftragten für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ihre Expertise einbringen.