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Bericht über Zuwendungen aus dem Akquise-Budget der Landeshauptstadt Hannover
Mit Beschluss-Drucksache 2544/2023 sowie dem dazugehörigen Änderungsantrag 2648/2023 wurde beschlossen, einen Teil der Einnahmen aus der Beherbergungssteuer in Höhe von 1,25 Mio. € in 2024 und 0,75 € in 2025 zur Unterhaltung eines Messe-, Kongress- und Veranstaltungsbudgets zur gezielten Einwerbung entsprechender Events zu verwenden. Gemäß Drucksache 0090/2026 werden aufgrund der Haushaltsfortschreibung ab 2026 jährlich 0,25 Mio. € für das Akquise-Budget zur Verfügung gestellt.
Zu diesem Zweck hat der Rat der Landeshauptstadt Hannover in seiner Sitzung am 25.04.2024 die Drucksache 0525/2024 beschlossen. Deren Inhalt regelt die Vergabe der Zuwendungen aus dem städtischen Akquise-Budget in Form der Förderrichtlinie der Landeshauptstadt Hannover zur Inanspruchnahme von Zuwendungen aus dem Akquise-Budget.
Nach erfolgter Evaluation des bisherigen Förderzeitraums wurde die Förderrichtlinie überarbeitet. Die entsprechende Drucksache 0571/2026 befindet sich aktuell im Gremienlauf.
Der Rat der LHH wird analog der Ziffer 1.4 des Anhangs zur Hauptsatzung quartalsweise über die erteilten Zuwendungen informiert. Mit dieser Drucksache erfolgt entsprechend die erste Information für das Jahr 2026.
Bewilligte Zuwendungen
Seit der letzten Informations-Drucksache 0059/2026 wurden im Jahr 2026 bisher sechs Anträge mit einem Gesamtvolumen von 213.321,34 € bewilligt:
30.000,00 € Luft- und Raumfahrtregionen
78.333,34 € Internationale Kulturtage Hannover
20.000,00 € Konferenz der Wissenschaftsjournalist*innen
40.000,00 € horizons by heise #26
35.000,00 € Unleash/KnowledgeMove 26
9.988,00 € Radlogistik-Konferenz auf der IAA Transportation
Antrag der LNC GmbH für den 20. Tag der Deutschen Luft- und Raumfahrtregionen
Es handelt sich um eine jährliche Großveranstaltung mit den regionalen Luft- und Raumfahrtclustern an wechselnden Veranstaltungsorten mit dem Ziel, Branche, Standorte, Industrie und Gesellschaft zu stärken.
Mit Hilfe des Akquise-Budgets findet die Veranstaltung mit 450 Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet im September 2026 in Hannover (HCC) statt.
Bei der Tagesveranstaltung mit Konferenzprogramm, Begleitausstellung und Abendempfang wird von 300 Übernachtungen ausgegangen. Die Landeshauptstadt Hannover kann sich somit einmal mehr als Wissenschafts- und Technologiestandort präsentieren.
Antrag der Claudia Keil-Mahler & Jan-Hendrik Schmitz GbR für die Internationalen Kulturtage Hannover 2027 und 2028
Ziel des Vorhabens ist der Aufbau eines wirtschaftlich tragfähigen, sich jährlich wiederholenden Fachmesse-, Kongress- und Networkingformats, das neue und bestehende Marktpotenziale in der Veranstaltungswirtschaft erschließt.
Die Internationalen Kulturtage Hannover sollen dauerhaft in Hannover (HCC) stattfinden und starten 2027. Ab 2029 soll sich das Konzept selbst tragen und ohne weitere Zuwendungen auskommen.
Die Fachbesucher*innen und Ausstellenden (180 – 190 Stände) kommen zu 85 % von außerhalb der Region Hannover und im Startjahr wird mit 7.000 Übernachtungen gerechnet. Der Aufbau und die angestrebte Etablierung dieser neuen Messe geben Hannover als Kulturstadt die Chance, sich als einziger Standort Norddeutschlands mit dieser Fachmesse entsprechend zu positionieren.
Antrag des Wissenschaftspressekonferenz e.V. für die Konferenz der deutschen und europäischen Wissenschaftsjournalist*innen
Die dreitägige Konferenz findet im Oktober 2026 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen statt.
Die erwarteten 450 Teilnehmenden kommen zu 65 % aus dem nationalen und zu 35 % aus dem internationalen Einzugsgebiet.
Durch diese nationale und internationale Ausrichtung wird Hannover als international bedeutsamer Kongressstandort gestärkt.
Antrag der heise conferences GmbH für horizons by heise #26
Bei der horizons by heise handelt es sich um eine Konferenz für Fach- und Führungskräfte, deren Inhalte sich auf Technologien im digitalen Wandel, künstliche Intelligenz in der konkreten Anwendung, digitale Souveränität, nachhaltige Geschäfts- und Datenstrategie wie auch die Zukunftsfähigkeit Deutschlands fokussieren.
Aufbauend auf der Vorgängerveranstaltung, die auch schon eine Zuwendung erhalten hatte, ist die Haupt-Location wieder das Alte Rathaus.
Von den erwarteten 1.000 Teilnehmenden kommen 30 % von außerhalb Hannovers und Niedersachsens.
Hannover als Standort einer national beachteten Veranstaltungsreihe zum Thema Digitalisierung ist ein großer Imagegewinn.
Die Höhe der Zuwendung ist dieses Jahr deutlich reduziert worden. Es wird davon ausgegangen, dass die Veranstaltung ab 2027 ohne weitere Zuwendungen auskommt.
Antrag der hannoverimpuls GmbH für Unleash/KnowledgeMove 2026
Hannoverimpuls hatte bereits im Jahr 2025 Zuwendungen für die Einführung und Etablierung der Veranstaltungen Unleash und KnowledgeMove erhalten. In diesem Jahr werden die zwei Formate zu einer Veranstaltung zusammengefasst.
Durch Unleash wird Hannover als moderner Gründungs- und Innovationsstandort wahrgenommen. Auf Begegnungsflächen und Ausstellungsbereichen können Gründer*innen ihre innovativen Lösungen präsentieren und mit Partner*innen in Kontakt kommen. KnowledgeMove hat das Ziel, einen Wissens- und Technologietransfer zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu befördern.
Durch die Zusammenlegung beider Formate soll ein noch breiteres Publikum angesprochen werden, wodurch Synergien entstehen. Weiterhin wurde eine Kooperation mit heise für die horizons by heise #26 geschlossen. Die Teilnehmenden der Unleash/KnowledgeMove können auch an der Vorabendveranstaltung der horizons by heise #26 teilnehmen. Durch diese Kooperation soll ein zusätzlicher Mehrwert für beide Veranstaltungen geschaffen werden. Zu der gemeinsamen Veranstaltung im September 2026 werden 1.200 Teilnehmende im Astor Kino erwartet.
Die Höhe der Zuwendung ist dieses Jahr deutlich reduziert worden. Es wird davon ausgegangen, dass die Veranstaltung ab 2027 etabliert ist und ohne weitere Zuwendungen auskommt.
Antrag der cargobike.jetzt GmbH für die 7. Nationale Radlogistik-Konferenz auf der IAA Transportation
Die 7. Nationale Radlogistik-Konferenz soll auf der IAA Transportation im September 2026 stattfinden. Die Konferenz soll die Landeshauptstadt Hannover als Vorreiterin in den Themen Radlogistik und gewerbliche Nutzung von Lastenrädern hervorheben. Hannover ist eine fahrradfreundliche Stadt und unterstützt die nachhaltige Mobilität. Die Eingliederung der Nationalen Radlogistik-Konferenz auf der IAA Transportation unterstützt die Ziele, indem auf der IAA innovative Entwicklungen diskutiert werden und ein intensiver Austausch mit Politik, Wirtschaft und Wissenschaft stattfindet.
Insgesamt wird die öffentliche Wahrnehmung gesteigert. Einerseits wird die Sichtbarkeit der Radlogistik und ihrer Potentiale erhöht. Andererseits wird das Thema mit Hannover verbunden, und das bei nationaler Ausrichtung der Konferenz auch mit Blick ins europäische Ausland. Dies bietet einen enormen Imagegewinn für die Stadt.
Die Veranstaltung wurde bereits vor zwei Jahren in Kooperation mit den Messeveranstalter*innen einmal gefördert, jetzt allerdings in deutlich reduziertem Umfang. Eine weitere Förderung ist nicht angedacht.
Stand Akquise-Budget
Im Jahr 2026 stehen 250.000 Euro für das Akquise-Budget zur Verfügung. Zusätzlich sind nicht verbrauchte Mittel i.H.v. 373.000 Euro aus 2025 übertragen worden
Somit stehen dieses Jahr noch rd. 410.000 Euro zur Verfügung.
Berücksichtigung von Gender-Aspekten
Als Zuwendungsempfänger*innen kommen alle Personen gleichermaßen in Betracht. Eine Differenzierung der Vergabe nach Gender-Aspekten erfolgt nicht, jedoch wird bei der Vergabe der Zuwendungen beachtet, dass die geförderten Veranstaltungen keine Benachteiligungen nach Gender-Kriterien enthalten.
Kostentabelle
Die entstandenen finanziellen Auswirkungen wurden bereits in der Beschluss-Drucksache 2544/2023 sowie dem dazugehörigen Änderungsantrag 2648/2023 sowie der Informations-Drucksache 0090/2026 beschlossen bzw. abgebildet. Die hier relevanten Beträge können dem Text entnommen werden.
23.31 / Dez. V
Hannover / May 7, 2026