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Wiederaufnahme durch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei: Änderungsantrag der SPD-Fraktion zu Drucksache Nr. 0671/2024 – Entsiegelungen am Georgswall
Antrag
Der Antragstext wird wie folgt geändert:
Die Verwaltung wird beauftragt, den an den Georgsplatz angrenzenden Parkplatz am Georgswall und die PKW-Stellplätze am Georgswall vom Georgsplatz bis zur Breiten Straße aus dem vorhandenen Haushaltsansatz zu entsiegeln und zu bepflanzen unter der Voraussetzung, dass der Betrieb des Duschbusses (MOBALNI) am dort vorgesehenen Standort weiterhin möglich ist. Dabei soll für den Parkplatz eine Bepflanzung mit einem Tinyforest oder mit einer Blumenwiese und für die PKW-Stellplätze eine Bepflanzung mit Baumrigolen bzw. Baumbeeten geprüft werden. Außerdem soll dargestellt werden ob und mit welchen Kosten hier möglichst unterirdische Sammelzisternen zur Regenwasserspeicherung zur Entlastung des Abwassernetzes bei Starkregenereignissen und zur Bewässerung von Pflanzen in Trockenperioden realisiert werden können.
Begründung
Die Folgen des Klimawandels treffen Städte aufgrund des hohen Versiegelungsgrades in besonderem Maße und werden zunehmend sicht- und spürbar. Die mit der Informationsdrucksache Nr. 2042/2023 vorgelegte Machbarkeitsstudie zur Zukunft Prinzenstraße zeigt, dass es viele Umgestaltungsmöglichkeiten gibt, um Flächen in der Innenstadt zukunftsfähig zu entwickeln und dabei Hitze- und Starkregenvorsorge, Wassermanagement sowie die Umsetzung der Verkehrswende und die Steigerung der Aufenthaltsqualität in innovativer Weise miteinander in Einklang zu bringen. Nach dem Vorbild der Prinzenstraße soll nun auch der Georgswall klimawandelangepasst und zukunftsfähig umgestaltet und dazu entsiegelt und bepflanzt werden. Zugleich sollen mit dieser Entsiegelungsmaßnahme in der Innenstadt Flächenversiegelungen in anderen Stadtteilen kompensiert werden. Damit soll das Ziel verfolgt werden, den Nettoflächenverbrauch in Hannover bis 2035 auf Null abzusenken.
Diese Maßnahmen sollen aus vorhandenen Haushaltsmitteln und unter der Maßgabe erfolgen, dass im betroffenen Bereich der Betrieb des Duschtrailers „MOBALNI“ weiterhin möglich bleibt. Für weitergehende Maßnahmen ist den Ratsgremien eine Kostenschätzung vorzulegen.
Dr. Daniel Gardemin/Dr. Elisabeth Clausen-Muradian
Fraktionsvorsitz