Drucksache Nr. 0951/2025:
Schulstandort Göttinger Straße 14 – Entscheidung zur Belegung mit dem hochwachsenden Gymnasium Bemerode ab dem Schuljahr 2027/28

Informationen:

verwandte Drucksachen:

0951/2025 (Originalvorlage)
1412/2025 (Änderungsantrag)

Beratungsverlauf:

Nachrichtlich:

  • Stadtbezirksrat Linden-Limmer

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksache-ZeichenBeschlussdrucksache
In den Stadtbezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode
In den Schul- und Bildungsausschuss
In den Verwaltungsausschuss
An den Stadtbezirksrat Linden-Limmer (zur Kenntnis)
 
Nr.
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0951/2025
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Schulstandort Göttinger Straße 14 – Entscheidung zur Belegung mit dem hochwachsenden Gymnasium Bemerode ab dem Schuljahr 2027/28

Antrag,

zu beschließen,

das Gymnasium Bemerode am Interim-Schulstandort Göttinger Straße ab dem Schuljahr 2027/28 mit vier fünften Klassen zu starten und danach bis zur Fertigstellung des endgültigen Schulgebäudes (Am Sandberge, Bemerode) hochwachsen zu lassen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Gender-Aspekte wurden eingehend geprüft. Benachteiligungen nach Altersgruppen,
geschlechtsspezifische oder anderweitige gruppenbezogene Benachteiligungen sind nicht zu erkennen.

Ergebnis der Klimawirkungsprüfung

Das Ergebnis der Klimawirkungsprüfung wird als neutral bewertet. Dies wurde in der vertraulichen Beschluss-Drucksache-Nr. 0996/2024 zur Anmietung von Schul- und Büroflächen auf dem Gelände der Hanomag, Göttinger Straße 14 und 22, 30449 Hannover, ausgeführt.

Kostentabelle

Es entstehen durch die Entscheidung zur Belegung des Schulstandortes Göttinger Straße mit dem Gymnasium Bemerode keine zusätzlichen Kosten, da das Gebäude für eine Nutzung als Schulstandort ausgestattet wird (s.a. Beschluss-Drucksache-Nr. 0996/2024).

Begründung des Antrages

Mit Beschluss der vertraulichen Drucksache Nr. 0996/2024 wurde dem Vertrag zur Anmietung des für die schulische Nutzung vorgesehenen Gebäudes an der Göttinger Straße 14 zugestimmt. Mit der Anmietung erhält die Landeshauptstadt Hannover (LHH) die Gelegenheit, die Resilienz der schulischen Landschaft für einen Planungshorizont von 20 Jahren (plus Optionen zur Verlängerung um zwei mal fünf Jahre (bzw. max. zehn Jahre)) herzustellen.

Der neue Standort eignet sich sowohl als qualitativ hochwertige Ersatzschule im Auslagerungsfall als auch für die Nutzung als Vorlaufschule, um bestehende Bedarfe an zusätzlichen Schulplätzen in der Sekundarstufe I – hier insbesondere im Bereich der gymnasialen Schulplätze - abdecken zu können.

Der Schulstandort bietet Platz für eine vierzügige Schule der Sekundarstufe I. Zugrunde gelegt wurde dabei das Standardraumprogramm für Integrierte Gesamtschulen, da dieses das umfassendste der städtischen Schulen darstellt. Neben den notwendigen Unterrichtsräumen, den Inklusionsräumen, dem Ganztags- sowie dem Verwaltungsbereich findet auch eine Mensa Platz im Gebäude.
Die zukünftige Schulhoffläche befindet sich im Hof zwischen dem Schulstandort sowie dem als Bürogebäude genutzten Teil des U-förmigen Gebäudekomplexes. Sportaußenflächen konnten nicht am Standort vorgesehen werden und müssen, genau wie Sporthallenflächen, an benachbarten Schulstandorten mitgenutzt werden. Gleichwohl sehen die Planungen der Schulhoffläche vor, aktive und sportliche Bewegungsmöglichkeiten anzubieten, wie beispielsweise ein Multifunktionsfeld, ein 3er-Basketball-Feld und eine Calisthenics-Anlage.
Das Gebäude kann sowohl für weiterführende Schulen als auch für Grundschulen genutzt werden.

Nach Abschluss der erforderlichen Planungsschritte und Baumaßnahmen soll der Schulstandort Göttinger Straße zum Schuljahr 2027/28 seinen Betrieb aufnehmen.

Die LHH verzeichnet seit mehreren Jahren hohe Anwahlzahlen an den Gymnasien, die das vorhandene Platzangebot um bis zu acht Klassen überschreiten. Um diesen Bedarfen, die derzeit nur durch eine Überbelegung der vorhandenen Gymnasien aufgefangen werden können, entgegen zu wirken, hält die Schulplanung es für notwendig, kurzfristig ein neues gymnasiales Platzangebot zu schaffen.

Als erste Schule soll daher der Schulstandort mit dem beschlossenen neuen Gymnasium Bemerode (siehe DS 1312/2018 und DS 0769/2019) belegt werden, dessen Standort Am Sandberge im Stadtteil Bemerode nach mehrjähriger Verzögerung nunmehr zum Schuljahr 2030/31 fertiggestellt werden soll.

Bereits zum Schuljahr 2027/28 könnte dieses im Schulgebäude Göttinger Straße mit dem 5. Jahrgang hochwachsend starten. Es verbleibt dort voraussichtlich bis einschließlich des 7. Jahrgangs und zieht dann an seinen endgültigen Standort um.



Da durch die Belegung mit dem hochwachsenden Gymnasium das Gebäude nicht vollständig ausgelastet wird, prüft die Verwaltung derzeit, ob die gleichzeitige Auslagerung einer Grundschule wegen notwendiger Sanierungsmaßnahmen möglich ist. So könnten Synergieeffekte und eine Beschleunigung der Gesamtmaßnahme generiert werden. Sobald hierzu eine Entscheidung getroffen wurde, wird eine entsprechende Drucksache zur Entscheidung vorgelegt.

Voraussichtlich ab dem Schuljahr 2030/31 könnten dann weitere sanierungsbedürftige Schulen in die Göttinger Straße ausgelagert werden. Dies könnte beispielsweise eine Teilauslagerung der 6-zügigen IGS Linden sein, die umfassend saniert und ausgebaut werden soll. Diese Entscheidung ist zu einem späteren Zeitpunkt zu treffen und zur Beschlussfassung vorzulegen.



Die Verwaltung schlägt daher vor, das Gymnasium Bemerode ab dem Schuljahr 2027/28 am Schulstandort Göttinger Straße mit vier fünften Klassen zu starten und danach bis zur Fertigstellung des endgültigen Standortes hochwachsen zu lassen.
40.11 
Hannover / May 6, 2025