Drucksache Nr. 0872/2009:
Sanierungsprogramm 2008, Gymnasium Schillerschule
Ersatzbau Klassenräume, Ausbau für Ganztagsbetreuung

Informationen:

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksache-ZeichenBeschlussdrucksache
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0872/2009
5
 

Sanierungsprogramm 2008, Gymnasium Schillerschule
Ersatzbau Klassenräume, Ausbau für Ganztagsbetreuung

Antrag,

1. der Haushaltsunterlage Bau gem. § 10 GemHVO zum Neubau Pavillon in Höhe von insgesamt 4.637.000 €


sowie

2. der Mittelfreigabe in Höhe von 1.500.000 € und

3. dem sofortigen Baubeginn


zuzustimmen.


Finanzierung

Mittel stehen im Vermögensplan des Fachbereiches Gebäudemanagement aus dem Wirtschaftsjahr 2009 zur Verfügung:
Position 2SB.08-01 (Schulen, Sanierungsmaßnahmen) in Höhe von 1.500.000 €.

Die Fortführung der Maßnahme erfolgt in den Jahren 2010 mit 3.000.000 , 2011 mit 137.000 aus der Position 2SB.08-01 (Schulen, Sanierungsmaßnahmen) im Wirtschaftsplan des Fachbereiches Gebäudemanagement.


Zudem werden Mittel in Höhe von ca. 145.000 € bei HMK 2300.901-935400 für neue Einrichtungsgegenstände eingesetzt.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten


Der in dieser Drucksache dargestellte Vorgang ist im Wesentlichen finanzieller Art und nicht geschlechterspezifisch zu betrachten. Durch den Ganztagsbetrieb wird Eltern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen:
Investitionenin €bei HMK
(Deckungsring)/
Wipl-Position
Verwaltungs-
haushalt;
auchInvestitions-
folgekosten
in € p.a.bei HMK
(Deckungsring)/
Wipl-Position
EinnahmenEinnahmen
Finanzierungsanteile von DrittenBetriebseinnahmen
sonstige EinnahmenFinanzeinnahmen von Dritten
Einnahmen insgesamt€0.00 Einnahmen insgesamt€0.00 
AusgabenAusgaben
ErwerbsaufwandPersonalausgaben
Hoch-, Tiefbau bzw. Sanierung€4,637,000.00GM 2 SB.08-01Sachausgaben€301,500.002300.000-535000
Einrichtungsaufwand€145,000.002300.901-935400Zuwendungen
Investitionszuschuss an DritteKalkulatorische Kosten€11,600.00Epl. 9
Ausgaben insgesamt€4,782,000.00 Ausgaben insgesamt€313,100.00 
Finanzierungssaldo(€4,782,000.00) Überschuss / Zuschuss(€313,100.00) 
Kosten

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme für den Neubau des Pavillons im Passivhausstandard betragen 4.637.000 € einschließlich der spezifischen Auslagerungs- und Umzugskosten in Höhe von 94.000 €, der Kosten für den Abbruch des abgängigen Pavillons in Höhe von 59.000 € sowie für die Umsetzung der Ganztagsanforderungen (Mensa + Freizeitbereich) Kosten in Höhe von 2.705.000 €.
Für den Gebäudeneubau ergibt sich somit eine Investitionssumme von rund
3.123 €/m² Nettogrundfläche (NGF).

Weiteres ist der als Anlage 2 beigefügten Kurzfassung der Kostenberechung zu entnehmen.

Begründung des Antrages


Mit Beschluss der Drucksache Nr. 2198 / 2007 hat die Verwaltung den Auftrag für ein mehrjähriges Sanierungsprogramm (2008-2011) an Schulen und Kindertagesstätten erhalten.

Der vorhandene, stark baufällige Schulpavillon mit 9 Allgemeinen Unterrichtsräumen (AUR) ist nicht mehr sanierungsfähig und wird daher abgebrochen. Es wird ein Ersatzneubau erstellt, der 6 Allgemeine Unterrichtsräume enthält, darüber hinaus aber auch den für den geplanten Ganztagsbetrieb des GY Schillerschule notwendigen Mensabereich mit Küche sowie den Freizeitbereich.


Der Neubau wird als Passivhaus erstellt. In der Planung sind alle sicherheitstechnischen Belange (Feuerwehr, Gemeindeunfallverband), Barrierefreiheit sowie Klima- und Umweltschutzanforderungen berücksichtigt.
3 Allgemeine Unterrichtsräume werden im Bestand durch Rückbauten und Umbau der Hausmeisterwohnung geschaffen.

Schulentwicklung

Das GY Schillerschule ist nach Beschluss zur Schulstrukturreform Phase II Drucksachennummer 2138 / 2007 4-zügig.
Das Gymnasium hat im laufenden Schuljahr 2008/09 in den Jahrgängen 5 - 11 insgesamt 28 Klassen und mit den Klassen 12 und 13 zurzeit 1061 Schülerinnen und Schüler. Es wurde der Ganztagsstatus beantragt und beschlossen. Bei der Sanierung der Schule werden die dafür erforderlichen Räume für Mensa und Freizeitbereich berücksichtigt.

Der Schulstandort wird langfristig zur schulischen Nutzung benötigt.

Terminplanung

Die Genehmigungsplanung sowie die vorbereitenden Maßnahmen, wie Ausführungs-, Detail- und Werkplanung, Ausschreibungen und Auftragsvergaben, sollen ab Sommer 2009 erfolgen. Die Umsetzung der Baumaßnahme ist im Zeitraum ab Ende 2009 bis Winter 2010/2011 vorgesehen.

Auslagerung

Die 9 AUR, die im abgängigen Pavillon untergebracht sind, werden für den Zeitraum der Baumaßnahme auf dem Schulgelände ausgelagert. Es werden für 6 AUR temporäre Räume erstellt, 3 Räume werden im Hauptgebäude zu Allgemeinen Unterrichtsräumen zurückgebaut.

Baubeschreibung

Der abgängige Pavillon mit 9 Allgemeinen Unterrichtsräumen wurde als Provisorium auf dem Schulgrundstück des Gymnasiums Schillerschule, angrenzend an die Kleine Turnhalle, errichtet.
An gleicher Stelle wird auch der neue Pavillon als 2-stöckiges Gebäude in Passivhausbauweise erstellt.
Im Erdgeschoss mit Anbindung durch einen transparenten Flurbereich an den Bestand, aber auch mit direkten Ausgängen in dem Außenbereich, sind die Mensa und der Freizeitbereich angeordnet.
Im Obergeschoss sind die 6 Allgemeinen Unterrichtsräume und 2 Stillarbeitsbereiche vorgesehen.

Einzelheiten der beabsichtigten Baumaßnahme können der als Anlage 1 beigefügten
Baubeschreibung entnommen werden.








Besonderheiten:

Barrierefreiheit

Zur barrierefreien Erschließung des Obergeschosses ist im Neubau ein Aufzug vorgesehen. Die Außenbereiche sind mittels Rampen beidseitig des Gebäudes barrierefrei zu erschließen.
(Ein Beh.- WC ist im Gebäudebestand vorhanden)

Sicherheit

Die Forderungen von Feuerwehr, Bauordnung und Gemeindeunfallverband (GUV) sind in die Planung eingeflossen.

Akustik

Für eine Minderung des internen Geräuschpegels sind akustische Maßnahmen im Bereich der Decken vorgesehen. Neben den Unterrichtsräumen werden auch die anderen Aufenthaltsbereiche den heutigen akustischen Anforderungen angepasst.

Energetische Maßnahmen – Passivhaus

Eines der wichtigsten Ziele des Sanierungsprogramms ist die Senkung des Energiebedarfs
und damit eine langfristige Reduzierung der Energiekosten.
Die Landeshauptstadt Hannover hat sich zum Ziel gesetzt, Neubauten als Passivhäuser zu errichten.
Dementsprechend ist der Neubau als Passivhaus geplant. Erfüllt wird die Vorgabe zum Heizwärmebedarf (berechnet gemäß PHPP) QH= 15 kWh/(m²a).

Energie- und Kosteneinsparung

Durch den Neubau im Passivhausstandard ergibt sich bei Einsatz eines höheren notwendigen Technisierungsgrades eine Energieeinsparung (Fernwärme) von 104MWh/a.
Die Einsparung des CO2-Anteils beträgt entsprechend der Energieeinsparung 11.500 kg/a.

Solarenergie

Die angrenzenden Dachflächen wurden in Bezug auf den Einsatz von Solarenergie zur Stromgewinnung geprüft und ggf. hergerichtet. Im Bereich der benachbarten Turnhallen ist die Aufstellung von Solarmodulen aus statischer und konstruktiver Sicht nicht möglich. Die Aufstellung im Außenbereich ist aufgrund der Verschattung des Grundstücks nicht möglich.
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Hannover / Apr 22, 2009