Drucksache Nr. 0867/2019 F1:
Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage der AfD-Fraktion zu Jugendbanden am Opernplatz
in der Ratssitzung am 25.04.2019, TOP 4.2.1.

Inhalt der Drucksache:

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Landeshauptstadt Hannover
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0867/2019 F1
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Antwort der Verwaltung auf die
Anfrage der AfD-Fraktion zu Jugendbanden am Opernplatz
in der Ratssitzung am 25.04.2019, TOP 4.2.1.

Am 22. Februar 2019 kam es gegen 22 Uhr im Bereich zwischen Opernplatz und Börse zu einer Messerstecherei zwischen verfeindeten Jugendbanden. Dabei kam ein 18-jähriger Afghane zu Tode. Auch drei weitere Beteiligte wurden verletzt, davon einer lebensbedrohlich. Laut einem Bericht der Neuen Presse vom 24.02.2019 soll es bereits ein halbes Jahr vor dem tödlichen Vorfall immer wieder Streitereien zwischen den beiden beteiligten Banden gegeben haben.[1]

Wir fragen die Verwaltung:

1) Steht dieser Bereich seither verstärkt unter Beobachtung durch Ordnungs- und Sicherheitskräfte?

2) Ist dieser Bereich auch weiterhin Treffpunkt von Jugendbanden?

3) Falls nicht, liegen Erkenntnisse darüber vor, ob sich diese Szene möglicherweise an einen anderen Ort verlagert hat?

Sören Hauptstein

Beigeordneter und Fraktionsvorsitzender

Text der Antwort


Frage 1: Steht dieser Bereich seither verstärkt unter Beobachtung durch Ordnungs- und Sicherheitskräfte?

Die Polizeidirektion Hannover führt im Bereich Opernplatz seit mehreren Jahren, insbesondere vor dem Hintergrund von Ordnungsproblemen, regelmäßige Bestreifungen durch. Nach dem gewalttätigen Angriff im Bereich Opernplatz wurden diese temporär erhöht.


Der Städtische Ordnungsdienst bestreift das Areal ebenfalls regelmäßig, mehrmals am Tag und greift im Bedarfsfalle ein.


Frage 2: Ist dieser Bereich auch weiterhin Treffpunkt von Jugendbanden?


Es liegen nach Auswertung der der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) keine Erkenntnisse darüber vor, dass der Opernplatz Treffpunkt von „Jugendbanden“ war oder ist. Der Opernplatz ist witterungs- und jahreszeitbedingt ein Anlaufpunkt für junge Erwachsene und Jugendliche.

Tagsüber und in den frühen Abendstunden halten sich nach polizeilichen Erkenntnissen regelmäßig etwa zwischen 20 und 50, an den Wochenenden teilweise über 100 Personen an der oben genannten Örtlichkeit auf.

Es sind regelmäßig Treffen von Anhängern der sogenannten Punk-, Emo- und Gothic-Szene aus der gesamten Region feststellbar.


Frage 3: Falls nicht, liegen Erkenntnisse darüber vor, ob sich diese Szene möglicherweise an einen anderen Ort verlagert hat?

Es liegen keine Erkenntnisse dahingehend vor.