Antrag Nr. 0863/2026:
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei:
Höhere Bebauungsdichte beim Kastanienpark (ehem. Freiherr-von-Fritsch-Kaserne)

Inhalt der Drucksache:

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Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei:
Höhere Bebauungsdichte beim Kastanienpark (ehem. Freiherr-von-Fritsch-Kaserne)

Antrag

zu beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob und wie in Zusammenarbeit mit dem Bauträger Niedersächsische Landgesellschaft mbH (NLG) die Zahl der im Wohnneubaugebiet „Kastanienpark“ auf dem Gelände der ehemaligen Freiherr-von-Fritsch-Kaserne geplanten Wohnungen von derzeit ca. 750 auf 850 bis 900 (oder mehr) nachverdichtet werden kann.

Begründung


Bereits beim Beschluss des Bebauungsplans Nr. 1673 – ehemalige Freiherr-von-Fritsch-Kaserne (Drucksache Nr. 0898/2023) in der Ratsversammlung am 01.06.2023 zeichnete sich ab, dass die Bebauungsdichte im Wohnneubaugebiet mit ca. 750 Wohneinheiten auf 27 ha auf einem bereits mehrere Jahre alten städtebaulichen Konzept mit einer Mischung aus freistehenden Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Geschosswohnungsbau mit maximal drei Vollgeschossen beruhte, die nicht mehr dem aktuellen großen Bedarf an vor allem preisgünstigem Wohnraum in der Landeshauptstadt Hannover entsprach.

Vor dem Hintergrund des im städtischen Wohnkonzept definierten Wohnraumbedarfs von insgesamt 16.792 Wohnungen (davon 11.800 flächenrelevante Neubauwohnungen) bis 2035 sollte daher von der Verwaltung in Zusammenarbeit mit der NLG dringend geprüft werden, ob und wie eine Nachverdichtung im Wohnneubaugebiet „Kastanienpark“ um 100 bis 150 Wohnungen (oder mehr) mittels der neuen Befreiungsmöglichkeiten nach dem seit Oktober 2025 wirksamen Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung möglich ist.

Eine dichtere Bebauung von Wohnneubaugebieten kann dazu beitragen, den Wohnraumbedarf durch die Aktivierung bestehender Flächen zu decken und den Druck auf neue Flächeninanspruchnahme zu reduzieren. Insbesondere kann so die Umwandlung sozial und ökologisch wertvoller Kleingartenflächen in Bauland vermieden werden.

Dr. Elisabeth Clausen-Muradian/Dr. Daniel Gardemin

Fraktionsvorsitz