Informationen:
Beratungsverlauf:
- 16.05.2024: Ratsversammlung: Beantwortung über das Ratsinformationssystem
Anfragesteller(in):
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei
Öffentliche Gebäude haben das Potenzial, eine Vorreiterrolle bei der Reduzierung von Abrissen einzunehmen, indem sie sich auf Sanierung und Umnutzung konzentrieren. Durch den Erhalt und die effiziente Nutzung bestehender Gebäude können nicht nur ökologische Ziele wie Ressourcenschonung sowie Abfallvermeidung erreicht werden, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Erreichung der Klimaneutralität der LHH im Jahr 2035 geleistet werden.
Abriss, darin sind sich alle Expert*innen einig, kann aus den oben genannten Gründen nur die Ultima Ratio sein. Dennoch werden in der Landeshauptstadt immer wieder kommunale Gebäude, insbesondere Schulen, abgerissen. Exemplarisch seien hier drei Beschlussdrucksachen aus dem letzten und diesem Jahr genannt: Bei der IGS Bothfeld inklusive Sporthalle ist die Verwaltung nach umfangreichen Untersuchungen zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bestandsgebäude aufgrund ihrer gravierenden baulichen, technischen und funktionalen Mängel nicht sanierungsfähig sind. (DS-Nr. 1589/2023) Auch für das Schulzentrum (SZ) Anderten sieht die Verwaltung den Gebäudebestand - Pestalozzi-Oberschule (OBS), Kurt- Schumacher-Grundschule, Sporthalle, Hallenbad und Jugendtreff Anderten - aufgrund der baulichen Situation und des bauzeitlichen Zustandes als strukturell nicht zukunftsfähig an (DS-Nr. 0160/2023). Und für den Neubau der Außenstelle Meterstraße mit Sporthalle und Kita, Umsetzung G9 des Gymnasiums Wilhelm-Raabe-Schule heißt es in der Anlage 1: „Das auf dem Grundstück Meterstraße gegenwärtig vorhandene Gebäude der ehemaligen Grundschule wird aus wirtschaftlichen Gründen abgerissen. Die benötigte Struktur und das erforderliche Raumprogramm weichen so stark vom Bestand ab, dass eine Weiternutzung der vorhandenen Bausubstanz nicht möglich ist. Die neue Außenstelle soll überwiegend von den Jahrgängen 8 und 9 genutzt werden.” Um die Abwägungen der Verwaltung künftig besser nachvollziehen und bewerten zu können, fragen wir: