Informationsdrucksache Nr. 0787/2013 N1:
Entwicklung Herrenhäuser Markt

Informationen:

verwandte Drucksachen:

0787/2013 (Originalvorlage)
 > 1. Neufassung der Originalvorlage

Beratungsverlauf:

Nachrichtlich:

  • Stadtbezirksrat Herrenhausen Stöcken

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverInformationsdrucksacheInformationsdrucksache
In den Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten
In den Stadtentwicklungs- und Bauausschuss
In den Verwaltungsausschuss
In die Ratsversammlung
An den Stadtbezirksrat Herrenhausen Stöcken (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
1. Neufassung
0787/2013 N1
0
 
Neufassung wegen Anpassungen bei der Gremienzuordnung - ,inhaltlich sind keine Änderungen erfolgt

Entwicklung Herrenhäuser Markt

Mit dieser Informationsdrucksache möchte die Verwaltung über den Sachstand der Veräußerung und die Entwicklung im Bereich des Herrenhäuser Marktes informieren.

Am Herrenhäuser Markt, der Stadtteilmitte von Herrenhausen, vollzieht sich eine komplexe Entwicklung. Der Herrenhäuser Markt verändert Schritt für Schritt sein Gesicht durch eine Bündelung von privaten Hochbaumaßnahmen und Baumaßnahmen im öffentlichen Raum:
- 2007 wurde das Geschäftshaus neben dem Bunker realisiert, als erster Baustein einer gestalterischen und funktionalen Aufwertung des Herrenhäuser Marktes, der auch die Präsenz des Bunkers abmildert.
- 2008 und 2010 wurde der Herrenhäuser Markt aus Mitteln des Programms „Hannover schafft Platz“ in zwei Abschnitten umgebaut.
- 2011 wurde die Stadtbahnhaltestelle Herrenhäuser Markt barrierefrei ausgebaut und als Mittelhochbahnsteig errichtet.
- Gegenwärtig realisiert die Wohnungsgenossenschaft Herrenhausen (nachstehend WGH genannt) auf ihrem eigenen Grundstück am Standort der alten Ladenzeile am Herrenhäuser Markt ein Wohn- und Geschäftshaus mit Nahversorgungszentrum, Arztpraxen, Büros und Wohnnutzung. Durch das Bauvorhaben entsteht eine besondere urbane Qualität, gestalterische Aufwertung und angemessene Nachverdichtung.
Der Vervollständigung dieser Entwicklung stand bis dato der Bunker am Herrenhäuser Markt im Wege. Er war bis Ende 2012 Bestandteil des Zivilschutzsystems, steht aber nun zur Disposition. Als einer der größten Bunker in Hannover dominiert er mit seinem klobigen Erscheinungsbild diesen Standort.
Um zumindest die lange Bunkerfassade an der Herrenhäuser Straße zu kaschieren, gab es bisher unterschiedliche, in der Öffentlichkeit diskutierte Vorschläge, von Bemalung bis Bebauung. Der Bunker selbst ist „verschenkter Raum“ an diesem Standort, der nicht angemessen zu nutzen ist. Bei einer Umnutzung des Bunkers wäre eine diesem zentralen Versorgungsbereich / der Stadtteilmitte angemessene Nutzung nicht möglich und eine Kaschierung der Bunkerfassade durch Bemalung oder Bebauung bliebe immer Kulisse. Deshalb ist der Abriss des Bunkers einer solchen Nachnutzung vorzuziehen. Ihn im Rahmen der Erinnerungskultur der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist durch die Nutzung des Bunkers in der Torstenssonstraße in Oberricklingen zu genau diesem Zweck überholt.

Die Verwaltung schlägt daher vor, den Bunker einem Investor mit der Vorgabe des Abrisses zum Zwecke der Bebauung zu veräußern.

Ein Abbruch des Bunkers eröffnet Entwicklungsmöglichkeiten, die auch die städtebaulichen Kriterien / Anforderungen für eine Neubebauung bilden:
- Weiterentwicklung der Stadtteilmitte von Herrenhausen und Stärkung der Zentralität
des Herrenhäuser Marktes
- Realisierung einer für den zentralen Versorgungsbereich angemessenen Nutzung
bzw. Nutzungsmischung und Ergänzung der Nahversorgung
- Belebung in der Erdgeschosszone
- Schaffung von (bezahlbarem) Wohnraum
- Ergänzung und Abschluss der begonnenen baulichen Entwicklung
- Gestaltung des öffentlichen Raumes vor dem Neubauvorhaben analog der
Stadtplatzgestaltung

Diese städtebaulichen Argumente für den Abriss des Bunkers sind so überzeugend, dass Überlegungen zur Bestandserhaltung und Umnutzung des Bunkers hier zurücktreten müssen.

Eine entsprechende Beschlussdrucksache zum Verkauf des Bunkers geht zeitgleich in das Beschlussverfahren. Die Käuferin ist sich der Probleme, die mit dem Abriss eines solchen Gebäudes verbunden sind, bewusst. Zwischenzeitlich liegen aufgrund der großen Zahl von Bunkern, die in jüngster Zeit aus der Zivilschutzbindung entlassen wurden, umfangreiche Erfahrungen bei den einschlägigen Unternehmen vor, um diese Belastungen in akzeptablen zu halten. Die Behörden werden durch entsprechende Auflagen sicherstellen, dass die Beeinträchtigungen die Grenzen des Zumutbaren nicht übersteigen.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Gender-Aspekte wurden geprüft, kommen hier aber nicht zum Tragen. Der geplante Wohnungsbau kommt den Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils Herrenhausen gleichermaßen zugute.

Kostentabelle

Es entstehen keine finanziellen Auswirkungen.

23.11 
Hannover / May 13, 2013