Informationsdrucksache Nr. 0674/2014:
Aktuelle Schwerpunkte des Präventionskonzepts "Mehr Fun - weniger Alkohol"

Inhalt der Drucksache:

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0674/2014
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Aktuelle Schwerpunkte des Präventionskonzepts "Mehr Fun - weniger Alkohol"

Einleitung
Seit 2008 werden sämtliche Aktivitäten des städtischen Jugendschutzes zur Alkoholprävention unter dem Logo „Mehr Fun – weniger Alkohol“ zusammengefasst. Seit zwei Jahren sind im gesetzlichen Jugendschutz der LH Hannover zwei weitere Vollzeitstellen mit dem Aufgabengebiet der Alkoholprävention betraut, um das Konzept „Mehr Fun - weniger Alkohol“ auszubauen und weitere Themenfelder zu integrieren.

Erstmals wurden sämtliche Ansätze des Jugendschutzes zur Alkoholprävention in der Informationsdrucksache 0125/2008 N1 gebündelt. Auswertungen, Ergebnisse, Erfahrungen und Perspektiven wurden mit den DS 0369/2009, 2828/2009 und 1671/2011 beschrieben.

Durchschnittlich erleben pro Jahr 3.500 Kinder und Jugendliche sowie 450 Erwachsene (Eltern, Trainer/innen, Multiplikator/innen, Pädagog/innen) die unterschiedlichsten Angebote zum Thema der Alkoholprävention. Während die Anzahl der beteiligten Kinder und Jugendlichen seit Beginn nahezu konstant ist, ist das Interesse der Erwachsenen in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Die bundesweiten Zahlen belegen, dass der Alkoholkonsum bzw. das sogenannte „Komasaufen“ bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht weiter zunimmt. Allerdings gehört der Verzehr von Alkohol zu unserem gesellschaftlichen Leben dazu. Aufgabe des Jugendschutzes ist es, den Kindern und Jugendlichen in dieser Stadt den verantwortungsvollen Umgang zu vermitteln.

In der Zwischenzeit haben sich verbindliche Netzwerkstrukturen zu den Kooperationspartnern etabliert. Besonders intensiv gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Jugendschutz der Region. In einigen Themenfeldern sind die Anforderungen und Lebenswelten nicht klar an den Stadtgrenzen entlang zu definieren und von einander zu trennen.
Musikrausch

Dieses Projekt begann vor 5 Jahren in Osnabrück und ist in diesem Jahr mit einem Bundespreis für Prävention bedacht worden. Erstmalig haben sich in diesem Jahr Göttingen und Hannover daran beteiligt. Dabei haben sich Stadt und Region gemeinsam engagiert und die Kosten geteilt.

Hinter dem Begriff Musikrausch verbirgt sich ein Musikprojekt zum Thema Alkoholprävention. Absicht des Wettbewerbs ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema der Alkoholprävention. Angesprochen sind besonders Jugendliche und junge Erwachsene, die ihre eigenen Erfahrungen in selbst geschriebenen Texten ausdrücken möchten und diese musikalisch vertonen. Die Öffentlichkeit wird durch Veranstaltungen wie z.B. bei der Fête de la Musique einbezogen, wo die besten Beiträge vorgestellt werden.

Zunächst werden auf lokaler Ebene Wettbewerbsbeiträge gesichtet und in einem lokalen Contest ein Sieger ermittelt. Anschließend treffen die Besten aus den einzelnen Städten in einem Niedersachsen-Finale aufeinander. 2013 hat die hannoversche Band „Lichtjahr“ dieses Finale gewonnen.

Für 2014 ist konkret geplant, in Hannover neben dem lokalen Contest am 24. Mai auch das Niedersachsen-Finale am 19. Juli stattfinden zu lassen. Bis zum 31. März können sich Bands und Einzelkünstler/innen an dem Contest beteiligen.
Weitere Informationen unter www.hannover.de/musikrausch


Spiegelbilder: Was für ein Gesicht zeigst du?

Ausgehend von der These, dass Erwachsene immer Vorbilder im Umgang mit Alkohol sind, wurde im Rahmen der Prävention das Projekt "Spiegelbilder" entwickelt. Der Jugendschutz Hannover veröffentlichte im August 2013 die gleichnamige Kampagne in Kooperation mit Hannover 96 und der Polizeidirektion Hannover. Zielsetzung war es, mit ca. 20 jugendlichen Besucher/Innen des Stadtteilzentrums KroKuS einen Song zu schreiben, dessen inhaltliche Prämisse die Vorbildfunktion von Erwachsenen im Umgang mit Alkohol ist. Das Werk wurde vom Rapper Spax begleitet und professionell umgesetzt. Nachdem der Song fertig geschrieben und die teilnehmenden Jugendlichen sensibilisiert worden sind, wurde, ebenfalls unter professionellen Bedingungen, ein Video gedreht, das den Inhalt des Songs transportiert.
Das dazugehörige Musikvideo wird von den Mitarbeiter/Innen des Jugendschutzes Hannover in Schulveranstaltungen, Elternabenden und Multiplikatoren-Fortbildungen benutzt und ist unter www.hannover.de/jugendschutz zu sehen und zu hören.


Resilienz

Unter Resilienz versteht man die Fähigkeit, aktiv mit wahrscheinlichen und unangenehmen Folgen im Leben fertig zu werden.

Die Ziele, die daraus für die Prävention entstehen sind:
· Kinder als aktive Gestalter ihrer Lebenssituation zu befähigen
· Die Förderung des kreativen und problemlösenden Denkens
· Für die Erziehenden: Förderung der Erziehungsqualität

Resilienz ist eine Grundlage der Alkoholprävention. Dazu werden in Hannover Kinder, Eltern und Institutionen für das Grundschulalter miteinbezogen. Zu betonen ist, dass es für die Grundschülerinnen und Grundschüler nicht um den Konsum, sondern um die Wahrnehmung von Alkohol im Alltag geht.

Ein geeignetes Mittel, alle Beteiligten zu erreichen, ist in diesem Fall das Theater.

Gemeinsam mit dem THEATER in der LIST und dem Jugendschutz der LH Hannover wurde 2011 das interaktive Kindertheaterstück „Mona Schakalaka gegen den Rest der Welt“ entwickelt, das sich an der Lebenswelt und den Alltagserfahrungen der Kinder orientiert. Seitdem wurde es 46-mal in Hannover zur Aufführung gebracht. Bisher haben 1.520 Kinder im Grundschulalter aus Hannover dieses Theaterstück erlebt. Bei Elternabenden wurden Betreuer, Lehrer und Eltern für den gesellschaftlichen Umgang mit Alkohol sensibilisiert.

Zusätzlich wurden auch andere pädagogische Zugänge durch die Alkoholprävention unterstützt und gefördert. So wird das Herbstferienprogramm „Herbstferienalarm: Starke Kinder“ im Haus der Jugend finanziell unterstützt und direkt mit dem Theaterstück eröffnet.

Weiter Infos und Eindrücke unter www.hannover.de/jugendschutz

KlarSicht-Parcours

Die Präventionsarbeit wird in den normalen Unterrichtsalltag der hannoverschen Schulen eingebaut und findet nicht anlassbezogen, zum Beispiel nach Kriseninterventionen, statt. Viele Schulen sind zudem dazu übergegangen, den Jugendschutz regelmäßig einmal pro Jahr für einen Vormittag einzuladen. Das Angebot des Klarsichtparcours wird für alle Schulformen vorgehalten und hauptsächlich für die achten und neunten Jahrgänge durchgeführt.

Dieser regelmäßige Präventionsansatz deckt sich mit den Thesen von Dr. Christian Lüders, dem Leiter der Abteilung Jugend und Jugendhilfe des Deutschen Jugendinstituts und Mitglied der Sachverständigenkommission für den 14. Kinder- und Jugendbericht, der von Schule als „einen systematischen Ort des Jugendschutzes“ spricht. Mit dem Begriff des „systematischen Ortes“ ist die Implementierung der Alkoholpräventionsarbeit in den alltäglichen Schulablauf gemeint.


Auf Grund der sehr positiven Resonanz des Interaktiven Parcours zur Alkoholprävention hat der Jugendschutz Hannover, mit der Unterstützung der Polizeidirektion Hannover, den interaktiven KlarSicht-Mit-mach-Parcours weiter entwickelt und mehr Schulen ermöglicht, an Alkoholpräventions-Aktivangeboten teilzunehmen. Es ist ein kostenloses Angebot des Jugendschutzes Hannover und basiert auf dem KlarSicht-Programm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA).

Um die Schülerinnen und Schüler auf den Klarsichtparcours einzustimmen, erhalten diese einige Tage vorher diesen Fragebogen. Den gleichen Bogen bekommen sie am Ende des Parcours ausgehändigt, wir holen die Bögen einige Tage später ab. Die Schulen bekommen zeitnah von uns eine Auswertung mit Hinweisen zur weiteren möglichen Bearbeitung des Themas.

Ziele des KlarSicht-Parcours:
· Konsumverhalten von alkoholischen Getränken bewusstmachen.
· Entscheidungshilfe für gesundheitsförderliches Verhalten anbieten
· Über Wirkung und Suchtpotential aufklären.
· Für Schutzmechanismen sensibilisieren
Geschulte Moderatoren und Moderatorinnen bieten an 6 Stationen Informationen an und motivieren, sich aktiv und kritisch mit dem Alkoholkonsum auseinander zu setzen. Interaktive Methoden ermöglichen, dass auch Teilnehmende mit unterschiedlichem Wissens- und Entwicklungstand von diesem Angebot profitieren. Über 1.800 Schüler/innen haben sich allein im Jahr 2013 durch diese Methode mit ihren Einstellungen und Grenzen beim Ausprobieren und Genuss von Alkohol auseinander gesetzt.

Auswertung der Fragebögen/Beispiele

Realschule Misburg:
Vor dem Parcours:
62,3 % der Schüler/innen haben mindestens die Hälfte der Fragen richtig beantwortet.
Nach dem Parcours:
86,1 % der Schüler/innen haben mindestens die Hälfte der Fragen richtig beantwortet.

Humboldtschule:
Vor dem Parcours:
75,2 % der Schüler/innen haben mindestens die Hälfte der Fragen richtig beantwortet.
Nach dem Parcours:
86,5 % der Schüler/innen haben mindestens die Hälfte der Fragen richtig beantwortet.

ZerLegBar – Alkoholfreie Cocktails

In 2013 wurden 17 Events mit der ZerLegBar besucht. 20 Jugendliche aus 4 Jugendzentren wurden durch einen hauptberuflichen Barmixer angelernt, alkoholfreie Cocktails zu mixen. Zusätzlich wurden sie in einem Seminar inhaltlich zu dem Konzept „Mehr Fun - weniger Alkohol“ geschult.

Der Grundgedanke, der vermittelt werden soll, ist es, eine attraktive Alternative zu alkoholhaltigen und anderen alkoholfreien Getränken anzubieten und diese Botschaft durch die Zielgruppe zu transportieren. Außerdem wird durch die vielfältigen Einsatzorte deutlich, dass das Thema „Alkohol“ allgegenwärtig ist.

Die Jugendlichen sind sehr motiviert, da sie für die geleistete Arbeit eine Aufwandsentschädigung und auch eine Teilnahmebescheinigung erhalten.

Bei den Veranstaltungen handelte es sich um Stadtteilfeste, Teilnahme am 100jährigen Rathausgeburtstag, Fête de la Musique, Musikrausch, Jubiläum Otterndorf und an jugendrelevanten Sportsessions wie Mitternachtssport, Urban Jungle und Parkhaus Jam.

Mit der ZerlegBar wird erfolgreich ein mobiler und aufsuchender Präventionsansatz verfolgt, der wie in anderen Städten inhaltliche Arbeit und jugendgerechte Events miteinander verbindet und sich mit dem Angebot dorthin begibt, wo sich Jugendliche aufhalten.

Die alkoholfreien Cocktails werden durch Bürgerinnen und Bürger positiv angenommen. Ein Indiz hierfür ist, dass sich trotz bewusst niedrig angesetzter Preise die Einnahmen und die Ausgaben für Ausstattung und Honorare die Waage halten.

2014 wird die ZerLegBar unter anderem beim autofreien Sonntag gemeinsam mit der B.A.D.S. (Bund gegen Alkohol im Straßenverkehr) und deren Fahrsimulator teilnehmen.


Um die ZerLegBar und ihr Anliegen noch mehr im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit zu verankern, ist geplant, diese in Form einer Minifirma (analog zu Schülerfirmen) in einem Jugendzentrum anzugliedern.


Migration

Im Rahmen des Projekts „Interkulturelle Suchthilfe: Prävention und Beratung für Migranten“ hat das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. für 2013 einen Präventionsschwerpunkt gesetzt. Der Jugendschutz Hannover hat, in Kooperation mit der Region, die Schulung für das Thema „Alkohol für Migranten - Multiplikatoren“ übernommen. Ziel ist, dass die Multiplikator/Innen die akquirierten Kenntnisse in ihre Gemeinde, Vereine, etc. weiter geben. Folgende Themen wurden in dem zweitägigen Workshop behandelt:
· Medizinische Grundkenntnisse zur Alkoholabhängigkeit: Gefahren für Jugendliche im Vergleich mit Erwachsenen
· Psychosoziale Grundkenntnisse zu Alkoholkonsum in Deutschland
· Hilfesystem und Angebote in Hannover
· Das „Mehr Fun - weniger Alkohol“ Konzept des Jugendschutzes Hannover
Der Jugendschutz Hannover arbeitet außerdem weiter an der Entwicklung der Interkulturalität seiner Angebote. Die Informationsflyer und die „Über Alkohol reden“-Broschüre, deren Zielgruppe Eltern, Pädagogen/Innen und Multiplikatoren/Innen sind, sind in Russisch und Türkisch übersetzt worden und werden demnächst in digitaler und gedruckter Form erscheinen.


Testkäufe und Alkoholschwerpunktkontrollen

In Kooperation mit der Polizei finden regelmäßig Alkoholtestkäufe statt, die unter der Federführung des Jugendschutzes der Stadt Hannover im Stadtgebiet durchgeführt werden. Mittlerweile wurde über 900 Mal die altersgemäße Abgabe überprüft.

Hier ist zu erwähnen, dass bereits 447 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wurden. Die anhängigen Klageverfahren vor dem Amtsgericht sind im Sinne der Stadt erfolgreich abgeschlossen worden.

Eine weitere wichtige Zusammenarbeit ist die Begleitung der Alkoholschwerpunktkontrollen bei Minderjährigen. Diese Kontrollen werden durch die Polizei durchgeführt und pädagogisch durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendschutzes unterstützt. Diese „Hintergrunddienste“ finden in den Nachtstunden am Wochenende statt und dienen dazu, eventuelle Probleme zu erkennen und in Form einer Kurzberatung Eltern, Freunden und Jugendlichen gegebenenfalls weitere Unterstützungsmöglichkeiten zu vermitteln.

Resultierend aus den bisherigen Erfahrungen wurde gemeinsam mit dem Kommunalen Sozialdienst (KSD) ein Dokumentationsbogen entwickelt. Dieser soll dazu dienen, eventuelle Gefährdungen einschätzen zu können und gegebenenfalls entsprechend zu Handeln, auch vor dem Hintergrund des §8a SGB VIII (Kindeswohlgefährdung). Die Einleitung weiterer Schritte wird dann gegebenenfalls vom KSD veranlasst.





Zusammenarbeit mit Multiplikator/innen

Ziel des Jugendschutzes ist es, die gute Vernetzung mit anderen Institutionen zu nutzen und durch Schulung von Multiplikator/innen die Präventionsarbeit auf eine breitere Basis zu stellen. Neben der schon erwähnten Kooperation mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum gibt es derzeit Angebote für

- JuLeiCa bereits seit zwei Jahren werden jährlich ca. 150 Personen angesprochen. Mittlerweile wird regelmäßig in sämtlichen Ausbildungsangeboten eine zweistündige Einheit zur Alkoholprävention durchgeführt

- Jugendverbände Johanniter, Jugendfeuerwehr und andere Jugendverbände fragen dieses Angebot ab

- Sport sowohl für den C-Trainer-Lizenzbereich im Handball wie auch beim Fußball werden mittlerweile überregional Funktionäre zu dem Thema sensibilisiert


Teilnahme an überregionalen Veranstaltungen

Beteiligung am 6. Wettbewerbsbeitrag zur Alkoholprävention im öffentlichen Raum von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Teilnahme am Deutschen Präventionstag in Bielefeld mit einem gemeinsamen Infostand mit dem Jugendsportzentrum Buchholz.


Ausblick für das Jahr 2014

Aktuelle Studien bilden bundesweite Trends ab, deren Aussagen bislang deckungsgleich für die Präventionsarbeit in Hannover übernommen wurden. Außer den Zahlen für die stationäre und die ambulante Versorgung alkoholintoxikierter Minderjähriger und die Ergebnisse der Testkäufe liegen für die Landeshauptstadt keine belastbaren Zahlen vor.

Um konkretere, lokale Erkenntnisse, zum Beispiel von Konsummustern, Erfahrungen mit K.O.-Tropfen, Trinkmotivation und Beliebtheit gewisser alkoholischer Getränke, zu erlangen, müsste eine wissenschaftliche Studie in Hannover durchgeführt werden. Hierfür stehen zur Zeit keine finanziellen Mittel zur Verfügung.

Perspektivisch muss sich auch die Präventionsarbeit mit den neuen institutionellen Gegebenheiten des Ausbaus der Ganztagsschulen und einer möglichen Kooperation mit den Familienzentren mit dem Ziel des Ausbaus der Elternbildung auseinandersetzen.

Gemeinsam mit dem Jugendschutz der Region Hannover wird ab Februar 2014 ein Modul in den ambulanten Trainingskursen von BAF e.V. (Bildungsmaßnahmen in Arbeit und Freizeit) zum Thema Alkoholeinfluss/Gewalttaten integriert. Die Jugendlichen sind zwischen 14 und 21 Jahre alt und werden zumeist durch richterliche Weisung den Kursen zugeführt. Das Ziel ist die Verbesserung der Sozialprognose und der damit verbundenen Verringerung der Wahrscheinlichkeit, erneut strafrechtlich auffällig zu werden.



Für den Bereich der Resilienz und des Theaterstückes ist geplant, Aufführungen gemeinsam mit Eltern und Kindern durchzuführen und eine Methodenmappe zur Nachbereitung und Durchführung von Elternabenden für pädagogische Fachkräfte anzubieten.

Das seit 5 Jahren bestehende Projekt Alkohol im Sportverein wird in der Saison 2013/14 gemeinsam mit dem Jugendschutz der Region weiter bearbeitet. Die Erfahrung hat gezeigt, dass hier die Grenzen fließend sind. Konkret wurde mit dem TuS Empelde diese neue Form der Zusammenarbeit begonnen. Andere Vereine aus der Region sind interessiert und haben konkret angefragt.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten

Die Angebote richten sich grundsätzlich an beide Geschlechter. Allerdings soll verstärkt auch der geschlechtsspezifische Zugang und Umgang mit Alkohol und deren Auswirkungen berücksichtigt werden. Insbesondere in Bezug auf die Auswirkungen von übermäßigem Alkoholkonsum bestehen durchaus unterschiedliche Gefahrenpotenziale bei Mädchen und Jungen.

Kostentabelle

Es entstehen keine finanziellen Auswirkungen. Die finanziellen Mittel in Höhe von 50.000 € stehen im TH 51 zur Verfügung.

51.5 
Hannover / Mar 17, 2014