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Umbau des Pflegebereichs im Altenzentrum Geibelstraße
Antrag,
1. der Haushaltsunterlage Bau (Entwurf und Kostenberechnung) gem. § 10 GemHVO zum Umbau des Altenzentrums Geibelstraße mit Anbau von zwölf Pflegezimmern in Höhe von insgesamt 2.980.000,-- €,
2. dem Baubeginn,
3. der Umbenennung des Altenzentrums Geibelstraße in „Margot-Engelke-Zentrum“ nach Abschluss der Baumaßnahme
zuzustimmen.
Berücksichtigung von Gender-Aspekten
Die Qualitätsverbesserungen durch die geplanten Neu- und Umbaumaßnahmen werden sowohl Männern wie Frauen gleichermaßen zur Verfügung stehen. Durch den hohen weiblichen Anteil an pflegenden und gepflegten Personen profitieren Frauen in besonderem Maße.
Zurzeit sind im Durchschnitt 75 % der stationär betreuten Pflegebedürftigen Frauen. 80 % der MitarbeiterInnen in den städtischen Alten- und Pflegezentren sind Frauen.
Kostentabelle
Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen:
| Investitionen | in € | bei der Hsh-Stelle (im Budget Nr.)/ Wipl-Position | Verwaltungs- haushalt; auchInvestitions- folgekosten | in € p.a. | bei der Hsh-Stelle (im Budget Nr.)/ Wipl-Position |
|---|
| Einnahmen | Einnahmen |
|---|
| Finanzierungsanteile von Dritten | €1,000,000.00 | | Betriebseinnahmen | €2,892,100.00 | |
| sonstige Einnahmen | €0.00 | | Finanzeinnahmen von Dritten | €0.00 | |
| Einnahmen insgesamt | €1,000,000.00 | | Einnahmen insgesamt | €2,892,100.00 | |
| Ausgaben | Ausgaben |
|---|
| Erwerbsaufwand | €0.00 | | Personalausgaben | €1,875,700.00 | |
| Hoch-, Tiefbau bzw. Sanierung | €2,980,000.00 | | Sachausgaben | €596,400.00 | |
| Einrichtungsaufwand | €0.00 | | Zuwendungen | €0.00 | |
| Investitionszuschuss an Dritte | €0.00 | | Kalkulatorische Kosten | €419,000.00 | |
| Ausgaben insgesamt | €2,980,000.00 | | Ausgaben insgesamt | €2,891,100.00 | |
| Finanzierungssaldo | -€1,980,000.00 | | Überschuss / Zuschuss | €1,000.00 | |
Begründung des Antrages
Der Rat hat am 13.10.2005 (Beschlussdrucksache Nr. 1728/2005) der weiteren Planung zum Umbau des Pflegebereichs im Altenzentrum Geibelstraße incl. Anbau zugestimmt. Der stationäre Pflegebereich wird weiterentwickelt und umgestaltet: Die Zahl der Doppelzimmer wird deutlich reduziert, neue Sanitärbereiche und Pflegebäder werden eingebaut, die langen Flure werden unterbrochen. Es entstehen pro Geschoss zwei neue, große Gemeinschaftsbereiche.
Zu jedem Gemeinschaftsbereich gehört ein Wohn- und Essbereich sowie eine Küche. Diese Wohnbereichsküchen werden von einer Zentralküche unterstützt; wo z.B. die Hauptkomponenten der Mittagessen vorbereitet werden. Jede/r Bewohner/in hat die Möglichkeit, entweder im Zimmer oder zusammen mit anderen Bewohnerinnen und Bewohnern im Gemeinschaftsbereich die Mahlzeiten einzunehmen.
Damit werden die baulichen und fachlich-konzeptionellen Bedingungen geschaffen, um die Qualität der bewohnerorientierten Pflege und Betreuung weiter zu verbessern. Die neuen Wohn- und Pflegeeinheiten ermöglichen ein vertrautes, überschaubares Umfeld in einer wohnlichen Atmosphäre. Das Konzept orientiert sich an dem Modell der Haus-gemeinschaften, wie sie bereits im Objekt Devrientstraße mit 45 Pflegeplätzen realisiert werden.
Insgesamt entstehen 62 Pflegeplätze in vier Wohngruppen (bisher 60 Pflegeplätze). Die vier Wohngruppen verteilen sich auf zwei Etagen und verfügen über insgesamt 36 Einzelzimmer, 11 großzügige Doppelzimmer und zwei Appartements für Paare. Der Anteil der Plätze in Einzelzimmern wird von zurzeit 20 % auf 65 % steigen.
In den Hausgemeinschaften Devrientstraße und dem zukünftigen Margot-Engelke-Zentrum am Standort Geibelstraße werden zusammen 107 Pflegeplätze errichtet, dies bedeutet im Vergleich zum jetzigen Zustand (Standorte Geibelstraße und Stadionbrücke) eine Reduzierung um drei Pflegeplätze.
Der Umfang der Sanierung wird es zu weiten Teilen der Bauzeit nicht zulassen, den Pflegebetrieb aufrecht zu erhalten. Den Bewohnerinnen und Bewohnern des Pflegebereichs wird angeboten, während der Bauzeit entweder im Pflegeheim Stadionbrücke oder in den neu errichteten Hausgemeinschaften in der Devrientstraße zu wohnen. Nach Beendigung der Baumaßnahmen in der Geibelstraße soll das Pflegeheim Stadionbrücke umgehend abgemietet werden.
Die Planungen für die Umgestaltung des offenen Bereichs am Standort Geibelstraße sind noch nicht abgeschlossen. Hierzu werden die konzeptionellen Eckpunkte derzeit weiter entwickelt. Die Ergebnisse werden in die notwendigen baulichen Anpassungsmaßnahmen einfließen.
Die Baumaßnahmen sind möglich durch den Einsatz von Mitteln der Margot-Engelke-Stiftung. Der Kauf der Immobilie Altenzentrum Geibelstraße wurde bereits durch Stiftungsmittel in Höhe von 2,5 Mio. € mitfinanziert (Drucksache Nr. 1842/2004), die Errichtung des Pflegeheims Hausgemeinschaften in der Devrientstraße durch den Einsatz von Stiftungsmitteln in Höhe von 3,05 Mio. € (Drucksache Nr. 0305/2005) ermöglicht. Darüber hinaus stehen für den geplanten Umbau des offenen Bereiches am Standort Geibelstraße Mittel in Höhe von 500.000 € aus der Margot-Engelke-Stiftung zur Verfügung.
Durch die Umbenennung des Altenzentrums Geibelstraße in Margot-Engelke-Zentrum sollen die besonderen Verdienste der Namensgeberin für die Verbesserung und Förderung des Wohnens im Alter gewürdigt werden.
Terminplanung:
Der Baubeginn ist für das II. Halbjahr 2006 vorgesehen, nachdem der Einzug in dem Objekt Devrientstraße möglich ist.
Die Fertigstellung ist für das II. Halbjahr 2007 geplant.
Baubeschreibung:
Weitere Einzelheiten können der Baubeschreibung (Anlage 1) entnommen werden.
57 / 57.3
Hannover / Mar 3, 2006