Antrag Nr. 0352/2024:
Antrag der SPD-Fraktion zur Zukunft der Leine und des Leibnizufers

Informationen:

Beratungsverlauf:

Antragsteller(in):

SPD-Fraktion

Inhalt der Drucksache:

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Antrag der SPD-Fraktion zur Zukunft der Leine und des Leibnizufers

Antrag

zu beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, Möglichkeiten zur naturnahen Umgestaltung und Erlebbarkeit entlang der Leine, wie sie im Rahmen des Konzeptes Innenstadtleine von der Initiative Leinewelle, dem Fischereiverein Hannover, dem Anglerverband Niedersachsen sowie dem Büro Cityförster präsentiert worden sind, zu prüfen. Nach Abschluss der Prüfung sollen die Ergebnisse im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden. Hierbei sind insbesondere die Region Hannover als Trägerin des öffentlichen Personennahverkehrs, die unterschiedlichen Verkehrsverbände, Sozialverbände und Wirtschaftsverbände sowie Kulturinitiativen und Sportvereine und -verbände aktiv anzusprechen.

Zu diesem Zweck wird die Verwaltung beauftragt, eine aktuelle Verkehrserhebung für das Leibnizufer als zentralen Bereich des Konzepts vorzubereiten, in der die Zahl der Fahrzeuge pro Tag zu unterschiedlichen Zeiten gemessen wird und die Beziehungen des Leibnizufers zu den Verkehrsströmen regional und überregional dargestellt werden.

Darüber hinaus wird die Verwaltung gebeten, einen Gesamtkostenrahmen für eine etwaige Umsetzung zu ermitteln und im Sinne des Projektes Möglichkeiten des Einwerbens von Drittmitteln zur Finanzierung aufzuzeigen, insbesondere vor dem Hintergrund von Klimaresilienz, Hochwasserschutz und Anpassung an Starkregenereignisse.

Begründung


Die ausschussübergreifende Anhörung der Ratsgremien im November 2023 gab die Gelegenheit, verschiedene Ideen zur Stadtentwicklung in diesem zentralen Bereich zu präsentieren und brachte vor allem verschiedene Betrachtungsweisen des Leibnizufers zu Tage.

Zentral war insbesondere die Präsentation der Initiative Innenstadtleine, die mit verschiedenen Ideen zur Renaturierung von Teilen der Leine, zur Erlebbarkeit der Natur an der Leine und zu Vorschlägen, die Freizeitnutzung und Artenschutz miteinander in Einklang bringen sollte, vorgetragen hat. Um die Vorschläge der Initiative aufzunehmen, ist es sinnvoll, die Verwaltung anhand dieser prüfen zu lassen, wo und auf welche Weise eine Umsetzung ermöglicht werden könnte.

Bemängelt wurde in der Anhörung von nahezu allen Beteiligten und der Ratspolitik, dass es keine aktuelle Verkehrserhebung für das Leibnizufer gebe und deshalb die verkehrspolitische Dimension nicht ausreichend betrachtet werden konnte. Im Zuge dieses Antrages soll deshalb eine aktuelle Erhebung in die Wege geleitet werden, die auch die Umbauphase des Westschnellwegs berücksichtigt.

Letztlich soll die Verwaltung dabei unterstützen, die von der Initiative selbst eingebrachte Einwerbung von Drittmitteln zu befördern, indem sie die Möglichkeiten gemeinsam mit der Initiative eruiert.