Drucksache Nr. 0240/2026:
Umsetzung des Kunststoffrasenplatzprogramms – 3. Bewerbungsrunde

Informationen:

Inhalt der Drucksache:

Bitte beachten Sie, dass der folgende Text eventuell medienbedingte Formatabweichungen aufweisen kann. Eine formatgetreue Abbildung des Inhalts finden Sie in der Anlage "Druckversion.pdf".
Landeshauptstadt HannoverBeschlussdrucksache-ZeichenBeschlussdrucksache
In den Ausschuss für Sport, Bäder und Eventmanagement
In den Ausschuss für Haushalt, Finanzen, Rechnungsprüfung, Feuerwehr und öffentliche Ordnung
In den Verwaltungsausschuss
An die Stadtbezirksräte 01 - 13 (zur Kenntnis)
 
Nr.
Anzahl der Anlagen
Zu TOP
 
0240/2026
2 (nur online)
 

Umsetzung des Kunststoffrasenplatzprogramms – 3. Bewerbungsrunde

Antrag,


zu beschließen im Rahmen des Kunststoffrasenplatzprogramms auf Grundlage des als Anlage 1 beigefügten Ergebnisses der Nutzwertanalyse auf den Sportanlagen des TSV Fortuna Sachsenross v. 1891 e. V. und des TSV Limmer e. V. je einen Kunststoffrasenplatz zu errichten.

Berücksichtigung von Gender-Aspekten


Die zwei Kunststoffrasenplätze können von allen Geschlechtern gleichermaßen genutzt werden. Die beiden vorgeschlagenen Vereine verfügen über eine nicht unerhebliche Anzahl von weiblichen Fußballmannschaften.

Ergebnis der Klimawirkungsprüfung


Die Auswirkung auf das Klima wird als neutral eingestuft.

Kostentabelle

Darstellung der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen in Euro:
Im Investitionshaushalt sind für die 3. Bewerbungsrunde im Doppelhaushalt 2025/26 insgesamt 1 Mio. € veranschlagt sowie in der Finanzplanung für das Jahr 2027 und 2028 jeweils 1 Mio. € vorgesehen. Die tatsächlich für die zwei Projekte anfallenden Kosten können erst im Rahmen von Baudrucksachen nach Abschluss der Planung dargestellt werden. Derzeit liegen die Kosten für den Bau eines Kunststoffrasenplatzes durchschnittlich bei ca. 1,2 Mio. €.

Begründung des Antrages


In dem vom Rat beschlossenen Kunststoffrasenplatzprogramm (vgl. Drucksachen Nr. 0568/2018, Nr. 1166/2018 und Nr. 1269/2020) ist festgelegt worden, dass für die Vergabe der Plätze jeweils ein Bewerbungsverfahren stattfinden soll. Nachdem die Verwaltung beauftragt wurde, die dritte Runde des Kunststoffrasenplatzprogramms vorzubereiten und auszuschreiben (vgl. Drucksache Nr. H0345/2025), wurden im September 2025 alle Sportvereine in Hannover, aufgefordert, sich um den Bau eines Kunststoffrasenplatzes zu bewerben. Alle vom Rat beschlossenen Entscheidungskriterien wurden bei den Sportvereinen abgefragt. Die einzelnen Kriterien sind in der Anlage 2 dargestellt.

Insgesamt sind 12 Bewerbungen um den Bau eines Kunststoffrasenplatzes innerhalb der Bewerbungsfrist eingegangen.

Im Jahr 2022 hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) aktualisierte hydraulische Berechnungen für die Hochwassergebiete vorgelegt. Diese neuen Grundlagen führen dazu, dass Sportanlagen, die in der zweiten Runde des Kunststoffrasenplatzprogramms nach Abschluss des Deichbaus in Ricklingen noch als hochwasserfrei eingestuft worden waren, vom NLWKN nun erneut als Überschwemmungsgebiet festgesetzt wurden. Damit ergeben sich veränderte Rahmenbedingungen, die eine Berücksichtigung bestimmter Vereinssportanlagen in der dritten Programmrunde nicht mehr zulassen, obwohl diese in der vorherigen Runde noch einbezogen waren. Die geänderte Festsetzung der Überschwemmungsgebiete wurde erst im Zuge der Auswertung des Programms festgestellt.

Im beschlossenen Konzept ist dazu Folgendes festgelegt: "Einige Sportanlagen in Hannover befinden sich im gesetzlich festgelegten Überschwemmungsgebiet. Dies führt dazu, dass diese Plätze in einer statistischen Regelmäßigkeit überschwemmt werden. Da sich Hochwasserereignisse in den letzten Jahren häufen und dies in der Regel zu einem Totalschaden des Kunststoffrasens führt, können in diesen Gebieten keine neuen Plätze gebaut werden." Vor diesem Hintergrund kann bei den Vereinen Hannoverscher Sportverein von 1896 e. V., Turn- und Sportverein Ricklingen von 1896 e. V. und Fußball Verein von 1897 Linden e. V. kein Kunststoffrasenplatz gebaut werden.
Obwohl die drei von dem Ausschlusskriterium betroffenen Vereine vom weiteren Bewerbungsverfahren seitens der Verwaltung ausgeschlossen werden mussten, werden sie in der Nutzwertanalyse dennoch aufgeführt, um die Entscheidungsgrundlage vollständig und transparent darzustellen.
Die betroffenen Vereine wurden anschließend durch die Verwaltung über die neuen Gegebenheiten und deren Auswirkungen auf das Programm informiert.

Im Rahmen einer Nutzwertanalyse wurden von der Verwaltung die 9 Bewerbungen unter Berücksichtigung der Matrix und der Gewichtung der einzelnen Kriterien ausgewertet. Diese Auswertung hat ergeben, dass auf folgenden Sportanlagen der Bau eines Kunststoffrasenplatzes durchgeführt wird:
1. TSV Fortuna Sachsenross v. 1891 e. V., in Kooperation mit dem 1. Frauenfußball-Club Hannover v. 2004 e. V. auf der Sportanlage in der Hebbelstraße
2. TSV Limmer e. V. auf der Sportanlage in der Holzrehre

Das detaillierte Ergebnis der Nutzwertanalyse ist als Anlage 1 beigefügt.

Weiteres Vorgehen:

Nach Beschluss dieser Drucksache wird die Verwaltung mit der Planung der zwei Kunststoffrasenplätze im Rahmen der personellen Kapazitäten der zuständigen Fachverwaltung beginnen. Sobald die Planungen abgeschlossen sind, werden die Einzelprojekte im Rahmen von weiteren Beschlussdrucksachen den Ratsgremien zur Beschlussfassung vorgelegt.
52.22 
Hannover / Jan 29, 2026