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Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt über das vom Rat beschlossene Programm für die Jahre 2008 bis 2011 "Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten" der Beschlussdurcksache Nr. 2198/2007.
Diese Maßnahme kann vorzeitig umgesetzt werden, da bereits die Planung im Rahmen des "Sofortprogramms zur Umsetzung dringender Sanierungsmaßnahmen in Schulen 2007" erfolgte.
Ziel der Sanierung ist - neben einer umfassenden energetischen Sanierung der Bausubstanz - auch die Umsetzung weiterer Maßnahmen wie die Berücksichtigung von
Sicherheitsanforderungen (Feuerwehr, GUV) und der Barrierefreiheit.
Terminplanung:
Es soll voraussichtlich im Frühjahr 2008 mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden,
die Fertigstellung ist Ende 2008 vorgesehen.
Schulentwicklung:
Nach den derzeitigen Prognosen ist davon auszugehen, dass die Grundschule Am Stöckener Bach auch in den kommenden Jahren konstant eine Größenordnung von 3-4 Zügen aufweist. Die Verwaltung geht daher davon aus, dass der Schulstandort langfristig zur schulischen Nutzung benötigt wird.
Unabhängig von der Schulentwicklung ist die Sporthalle aber vor allem für die außerschulischen Nutzer erforderlich.
Maßnahmen-/Baubeschreibung:
Das Gebäude besteht aus der Sporthalle mit Umkleide- und Duschräumen,
WC-Anlagen sowie den notwendigen Technikräumen.
Es werden umfangreiche Sanierungsarbeiten an und in dem Gebäude durchgeführt,
die technische Ausstattung (Sanitär, Heizung, Lüftung und Elektro) wird dem heutigen Stand der Technik angepasst.
Einzelheiten können aus der als Anlage 1 beigefügten Objektbeschreibung entnommen
werden.
Besonderheiten:
- Die im Vorweg durchgeführte Untersuchung des Holztragwerkes zeigte sowohl an den Windverbänden wie auch an den Dachbindern erhebliche Mängel auf. Da die Standsicherheit der Halle nicht gewährleistet werden konnte, erfolgte im Winter 2007 eine Überarbeitung des Trag- und Aussteifungssystems. Eine Weiternutzung der Sporthalle bis zur endültigen Sanierung wurde somit sichergestellt.
- Neben der zu sanierenden Bausubstanz und der technischen Ausstattung genießt die energetische Sanierung aller relevanten Bauteile höchste Priorität.
- Die Forderungen von Feuerwehr, Bauordnung und Gemeindeunfallversicherungsverband (GUV) sind in die Sanierungsplanung eingeflossen.
- Im Zuge der Sanierungsplanung wurden vom TÜV Nord Umweltschutz umfassende Schadstoffuntersuchungen durchgeführt. Im Rahmen der Sanierung werden die schadstoffhaltigen Bauteile fachgerecht ausgebaut und erneuert.
- Im Rahmen der Planung wurden die Aspekte der Barrierefreiheit untersucht und die durchzuführenden Maßnahmen (Behinderten-WC, stufenloser Eingangsbereich an den Außentüren) mit der Behindertenbeauftragten der Landeshauptstadt Hannover abgestimmt.
Verbesserung gegenüber dem Ist-Zustand
Eines der wichtigsten Ziele der Nachhaltigen Gebäudesanierung ist die Senkung des
Energiebedarfes und damit eine langfristige Reduzierung der Energiekosten.
Die hier geplante Erhöhung der Wärmedämmung in den Außenwänden und
in den Dächern sowie der Einbau von neuen Fenstern als auch der Einbau
einer Wärmerückgewinnung im Bereich der Lüftungsanlage und die Umstellung auf Fern-
wärmeversorgung reduziert den jährlichen Jahresprimärenergiebedarf um ca. 75 %.
Zum Vergleich
Um in die Nähe des Passivhausstandards zu gelangen, wären zusätzlich 393.000,- € für
weitere Dämmungen und bauliche Maßnahmen notwendig. Die mit diesen Maßnahmen eingesparte Energie ist durch den finanziellen Aufwand nicht wirtschaftlich
vertretbar und wird deshalb nicht weiter verfolgt.
Kosten:
Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen betragen 1.705.000,- € (vergleiche Anlage 2).
Das Gebäude hat eine Netto-Grundfläche von 1.560 m²,
daraus ergeben sich Kosten von ca. 1.090,- € je m² (einschl. Außenanlagen und Nebenkosten).