Antrag Nr. 0007/2026:
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei zur Erweiterung der Stabstelle Sucht und Suchtprävention

Inhalt der Drucksache:

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Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen + Volt + Piratenpartei zur Erweiterung der Stabstelle Sucht und Suchtprävention

Antrag

Zu beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, die in Dezernat III angegliederte Stelle „Sucht und Suchtprävention“ dauerhaft personell besser auszustatten. Dafür sollen spätestens zum Haushalt 2027/28 ausreichend Mittel bereitgestellt werden. Parallel wird der Stellenplan der LHH für die Stabstelle „Sucht und Suchtprävention“ um 1 VZÄ erhöht, das die Besetzung mit einem qualifizierten sozialarbeiterischem Profil ermöglicht (Eingruppierung nach TVöD E12 oder höher).

Ergänzend dazu prüft die Verwaltung, ob aus nicht benötigten Haushaltsresten die zusätzliche Stelle schon früher geschaffen werden kann. In jedem Fall ist die Ausschreibung so rechtzeitig vorzubereiten, dass die neue Stelle unmittelbar nach der Verabschiedung des kommenden Haushalts ausgeschrieben werden kann.

Dies ist vor dem Hintergrund, dass vergleichbare Großstädte ganze Teams dafür eingestellt haben, unerlässlich. Des Weiteren wäre eine beschleunigte Erstellung des bereits beschlossenen Suchthilfeplanes (DS 1603/2024) zu wünschen, was bei derzeitigem Besetzungsstand jedoch nicht möglich ist.

Begründung


Der Beauftragte für Sucht und Suchtprävention leistet einen unverzichtbaren Beitrag bei der Koordination und Planung der vielfältigen Drogenhilfe in Hannover. Jedoch ist angesichts der wachsenden Herausforderungen auf dem Gebiet der Drogenhilfe (umfassende Verfügbarkeit „harter Drogen“, Aufkommen und Verbreitung neuer Drogen mit hohem Suchtpotenzial, Entwicklung und Etablierung von Unterstützungsangeboten für suchtkranke Menschen, Verelendung und Beschaffungs-kriminalität, Managen von Konflikten aufgrund öffentlicher Präsenz suchtkranker Menschen, Canabis-Legalisierung und damit zusammenhängende Präventionsanforderungen) der momentan bestehende Personalumfang deutlich zu gering. Im Vergleich zu anderen Großstädten vergleichbarer Größe und „Drogenszene“ hat Hannover viel geringere Stellenzahl in diesem Bereich. Auch nach Besetzung der momentan noch vakanten Stelle zur administrativen Unterstützung des Beauftragten für Sucht und Suchtprävention (eingruppiert nach TVL 9b), ist die Unterstützung durch eine zusätzliche Stelle mit sozialarbeiterisches Profil dringend erforderlich. Diesem Erfordernis wird mit dem vorliegenden Antrag entsprochen.

Dr. Elisabeth Clausen-Muradian/Dr. Daniel Gardemin


Fraktionsvorsitz